Foul ohne Folgen - oder Folgen ohne Foul ?

Ich habe lange überlegt ob ich mich dem Thema an dieser Stelle annehmen soll. Gehört habe ich von der Sache erstmals im April auf der Jubiläumstierschau der VZG Tegernsee in Miesbach. Ein bekannter Fleckviehzüchter machte mich darauf Aufmerksam, dass es beim Braunvieh >>ein Erdbeben<< gegeben habe. Ich fragte, welches er denn meine?  >>Ja das auf der Bundesschau?<<. Ich dachte es ginge um den Preisrichter, der ja viel Spott ertragen musste. Nein, es ginge um den Betrugsfall! Welchen Betrugsfall? Ja um die Kuh die gar nicht die Kuh war, die sie sein sollte! Als der Gute merkte dass ich keine Ahnung hatte worum es ging, bekam er kalte Füße und verdrückte sich in der Menge. Mir ging die Sache nicht aus dem Kopf und ich begann mich umzuhören. Ich erhielt einen Namen und eine Story  die so abwegig war, dass ich sie einfach nicht glauben konnte, geschweige den darüber zu schreiben. Ich vergaß das Ganze!

 

Vor zwei Wochen dann auf er Auktion in Buchloe erzählte mir eine andere Quelle die Geschichte im Detail noch einmal - identisch. Ich hörte mich weiter um und musste feststellen, dass alle darüber redeten und dass das Ganze mittlerweile Gesprächsthema Nummer 1 auf den Stallgassen war und ist.

 

Wie lautet das Gerücht oder der Vorwurf? Ein bekannter Züchter soll eine im Ausland zugekaufte junge Kuh ummarkiert und als ältere Mehrkalbskuh mit völlig anderem Pedigree ausgestellt haben.

 

Sollte etwas Wahres daran sein, wären Zuschauer, Mitbewerber und Preisrichter bewusst getäuscht worden. Aus seuchentechnischer Sicht würde sich die Frage stellen, von welcher Kuh wurde  das Blut vom TGD untersucht? Sollte es das Blut von der >>Echten<< gewesen sein, dann wäre eine nicht untersuchte Kuh aus dem Ausland  auf einer Bundesschau aufgelaufen?

 

Die Frage ist aber , warum wurde der Betrugsvorwurf bisher nicht offiziell bestätigt oder dementiert ?

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verantwortlichen  der ARGE eine so wilde Aktion, sollte sie denn wahr sein,  einfach unter den Teppich kehren und zur Tagesordnung übergehen.

 

So unangenehm die Sache für alle Beteiligten ist, die Gerüchte und Vorwürfe sind mittlerweile in Züchterkreisen so weit öffentlich, dass ein Totschweigen aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn mehr macht.  Wenn die Vorwürfe zutreffen muss die ARGE reagieren, sollten sie nicht zutreffen muss sie den Ruf des betroffenen Ausstellers aktiv schützen, denn dieser wird aktuell massiv beschädigt.

 

 

 

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