RNR Payoff Brookings ET - ein echter Braunviehbulle!

Wuchtige Drittkalbskuh Brookings Britta von Otto Nöckl aus Doren in Vorarlberg.
Wuchtige Drittkalbskuh Brookings Britta von Otto Nöckl aus Doren in Vorarlberg.

Um Brookings ist es nach der ersten Welle seiner Töchter in Europa erst einmal sehr ruhig geworden. Die mittelrahmigen Töchter zeigten nach dem Kalben nicht unbedingt die Stärken in Exterieur und Leistung die sich viele erhofft hatten. Mittlerweile feiert Brookings sein Comeback, denn in der 2. Laktation starten viele erst richtig durch. Brookings ist damit eher Denmark als Payoff und das ist gut so!

 

Brookings ist für mich eine sehr positive Überraschung. Seine Töchter im zweiten Kalb geben richtig gut Milch, haben sehr gute Euter und sind ganz problemlose Kühe. Dabei haben mir weder die Kälber, noch die Jungrinder, noch die Färsen nach der Kalbung besonders gut gefallen, derbe, bullige Tiere ohne Esprit! In Milch entwickelten sich meine Brookings aber sehr gut. Bei mittlerer Milchmenge fiel mir besonders die gute Fruchtbarkeit positiv auf, auch die Euter waren okay. Jetzt im zweiten Kalb sind sie auch in der Milch am Start und überzeugen mich voll und ganz. Deshalb schreibe ich aber längst noch keinen Blog-Artikel. Bestätigt wurde mein Eindruck von Brookings vor allem in Dornbirn. Am Night Grand Prix gingen unheimlich viele gute Brookings-Töchter an den Start und diese bestätigten meinen Eindruck: mittelrahmige, ausbalancierte Tiere mit sehr guten Eutern.

Britta von Otto Nöckl war für mich auf der IGBS-Schau ein Lichtblick! Ich habe daraufhin heute  10 Portionen Brookings bei unserem ABS-Vertreter nachbestellt. Dieser teilte mir mit, dass ich mit dieser Entscheidung aktuell nicht  allein dastehe. Auch auf anderen Betrieben gefallen die Brookings-Töchter mit der zweiten und dritten Kalbung ungemein und die Verkaufszahlen bestätigen dies. Grund genug Brookings an dieser Stelle zur Diskussion frei zu geben.

 

 

Pistone Ninnifee (6 Kalbungen)  5/4   305   8.211 4,15  3,54

                                                          HL: 15/9.937 4,27 424 3,61 359

                                                          LL: 40.000 kg

Pedigree: Pistone x Huvic x Even x Preston x Lasso

 

Kommentare: 35
  • #35

    Schwarz Stephan (Montag, 23 Mai 2016 18:49)

    Der US Bulle Twilight ein Brookings Sohn ist laut ZAR Austria mit 137 der höchste Eutervererber der Rasse Braunvieh. Weiß nicht wieviel man von dem Bullen halten kann bzw.soll bei Muttersvater Etvei..Hat Ihn jemand schon eingesetzt und Erfahrung mit Ihm gemacht?

  • #34

    Schwarz Stephan (Montag, 23 Mai 2016 15:55)

    US Bulle Twilight und Sohn von Brookings hat laut ZAR Austria mit 137 den höchsten Euterzuchtwert beim Braunvieh. Weiß auch nicht was bzw wieviel man von dem Stier Twilight halten kann, bei Muttersvater Etvei..

  • #33

    Schwarz stephan (Samstag, 12 März 2016 06:10)

    Ja genauso machen wir es!!! Jedenfalls kann Jaguar excellente Kühe machen, die kuh von Günther beweist dies ja eindrucksvoll!!! Und es gibt noch mehrere gute Jaguars mit denen die Besitzer mehr als zufrieden sind!!! Locker bleiben das wünsche ich dir auch fürs nächste mal, wenn etwas anderes als erwartet im Blog steht, den dafür steht der Blog doch schließlich, für einen freien Meinungsaustausch!!!

  • #32

    zuechterblog.com (Freitag, 11 März 2016 23:25)

    Immer locker bleiben!

    Dann schau mer mal wo Jaguar mit 1.700 Töchtern steht!

  • #31

    Günther Hartwig (Freitag, 11 März 2016 20:41)

    ...und noch was zu brookings....er tümpelte ein paar schätzungen bzw Jahre mit sehr wenig Milch ca 17+ und 100 herum.....und Trachtenhöhe 91......vielleicht hat man ihn jetzt gut angepaart,und er hatte einfach a bissle Glück....

  • #30

    Schwarz Stephan (Freitag, 11 März 2016 19:45)

    Hallo Gerhard,

    du hast keine Ahnung warum man von Brookings auf Jaguar kommt?
    - Ähnlicher Zuchtwert Brookings GZW 120 Milch +209 Ext. 116
    Jaguar GZW 118 Milch +108 Ext. 121

    -Ähnliche Vererbung von den Typ Eigenschaften der Töchter von beiden Bullen.

    So einfach ist das!!!

    Und ich habe den kurzzeitigen Wechsel von der Brookings-diskussion auf die Jaguar-diskussion nicht als schlimm empfunden..
    Wieso ist es ein Problem für Dich?
    Magst du den Jaguar nicht?
    Sind es die 101 kg Milch die Brookings mehr hat?
    Wenn das dein Hauptkriterium ist, dann musst Du Schneeberger, Hansjörg nach seinen Beweggründen oder nach seinem Geistigen Zustand fragen wenn er mit Jade einen Bullen auf seinem Autokennzeichen hat der aktuell bei -1309 kg Milch im Zuchtwert liegt!!
    Und was sehr wichtiges muss ich noch anmerken: Jaguar ist immer verfügbar gewesen zum günstigen Spermapreis, bei Brookings war die Verfügbarkeit schon mal knapp und sein Sperma sehr teuer!!

  • #29

    zuechterblog.com (Freitag, 11 März 2016 16:32)

    Keine Ahnung wie man von Brookings auf Jaguar kommt?
    Jaguar hat 127 Töchter und verliert laufend an Boden, Brookings hat 1772 Töchter und steigt im Zuchtwert. Im Sicherheitsbereich von über 90 Prozent ist das schon relativ aussagekräftig in der heutigen Zeit. Ausnahmen bestätigen die Regel!

  • #28

    Schwarz Stephan (Donnerstag, 10 März 2016 19:35)

    Günther, danke... Jetzt bist aus dem verhör entlassen...-:)

  • #27

    Günther Hartwig (Donnerstag, 10 März 2016 16:56)

    Für mich gibt's keinen besten Stier,sondern Stiere die häufiger auf meine Kühe bzw auf meine Herde passen..
    Zaristo hab ich sehr oft eingesetz,erstens hab ich eine die ist sauguat,und zweitens ist er völlig unterschätzt meiner Meinung nach.
    aber am liebsten decke ich mit meinen eigenen Deckstieren,da weiss ich doch eigentlich das MEISTE....

  • #26

    Schwarz Stephan (Donnerstag, 10 März 2016 14:46)

    Im Euter ist der Jaguar wesentlich besser als sein Vater. Da hängen die Euter etwas nach vorne...als wenn Sie etwas nach vorne gekippt wären.Die Substanz vererbt der Juleng dominant. Unsere Juleng hat das (Euter-)Problem nicht, aber die herrliche Substanz hat Sie..und ist sonst ne top problemlose Kuh(ist aber auch unsere einzigste Juleng). Welche Bullen gefallen Dir sonst noch gut? Welche können deiner Meinung nach so tolle Kühe wie deine Jaguar machen???

  • #25

    Günther Hartwig (Donnerstag, 10 März 2016 14:17)

    Hallo Stephan. Muttersvater der Jaguar-Tochter ist wie oft bei mir im Betrieb ein eigener Deckstier(Etvei*Hucos)Grossmutter war eine Proper-Tochter.
    Nun noch zu Juleng...
    Ich hatte schon 7 ´Juleng-Töchter die im Schnitt 31,4l Milch gaben, hab alle auf der Auktion sehr gut verkauft.Viel Leistung und Substanz,aber leider keine Traumeuter.

  • #24

    Schwarz Stephan (Donnerstag, 10 März 2016 14:07)

    Hallo Günther,

    mich würde das Pedigree deiner wunderbaren Jaguar Tochter interessieren.
    Um zu wissen welches Blut Ihm gefallen hat:-)!!!
    Danke!!

  • #23

    Schwarz Stephan (Donnerstag, 10 März 2016 11:25)

    Hallo Günther, das freut mich!!! Er kann echt super Kühe machen..-:) Natürlich wird es auch Jaguar Gegner geben, wegen seinen Zahlen... Aber ich denke wenn er passt, dann hat er unheimlich starke Qualitäten!!! Und auch solche Bullen brauchen wir, die bei richtiger Anpaarung eine unglaublich starke Nachzucht entwickeln können...Bei Juleng war es auch schon ein bisschen so, zwar definitiv nicht so oft und so stark wie bei seinem Sohn, das er bei richtiger Anpaarung Top Kühe machen konnte. Wir haben ne Juleng die ist sehr gut....3 Laktation 174 Melktage 8200 Kg Milch...(Grünlandbetrieb)

  • #22

    Günther Hartwig (Donnerstag, 10 März 2016 10:52)

    Zu Stephan wollte ich noch sagen.....Der Jaguar der hat was...
    Ich habe eine Jaguar -Tochter die mich mehr als überraschte.
    Sie verwarf als Färse im 6.Monat!!!!!! und hat dann beim 1. Probemelken über 30l Milch,wurde sofort wieder trächtig.Die 2.Laktation wird sie knapp 10000l Milch geben.Exterieur top!!!Ich habe noch Jaguar-Rinder und besame auch immer noch mit Jaguar. Ich kenne die Kuhfamilie seit den 80ger Jahren...

  • #21

    Hans Geisenberger (Dienstag, 08 März 2016 08:05)

    Die berechtigte Frage von Günther haben, glaube ich, Gerhard und Stephan gut beantwortet. Deshalb von mir noch eine andere Anmerkung zu der "kleinen aber feinen" Braunviehherde von Günther Hartwig. Auf der Herbstweide bestaunte ich im letzten Jahr die Kühe von Günther : durchgängig super Exterieur, hervorragende Leistungen und hohe Lebensleistungen !!
    Diese Herde macht beste Werbung für unser Braunvieh.

  • #20

    Schwarz stephan (Montag, 07 März 2016 22:26)

    Das was Gerhard über den brookings geschrieben hat ist komplett richtig!!! Ich denke allerdings der Jaguar ist nicht schlechter und vom Profil her gleich!!! Breite stabile Kühe mit Steigerungspotential in den folgelaktationen!!! Ich bin kein Freund der deutschen genetik, allerdings habe ich schon ein paar Jaguars gesehen da blieb mir die spucke weg, super!!!!

  • #19

    Gerhard Metz (Montag, 07 März 2016 21:13)

    Die Brookings sind eben keine typischen Schaukühe, sondern solide Wirtschaftskühe mit Steigerungspotential von Kalb zu Kalb. Wer solche Braunviehkühe mag fährt mit Brookings sicherlich nicht schlecht. Wer 30 Liter+ im ersten Kalb verlangt sollte mit Vassli und Harley arbeiten, darf sich dann aber nicht wundern wenn die Euter im dritten Kalb etwas aus der Form geraten sind. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!

  • #18

    Günther Hartwig (Montag, 07 März 2016 10:56)

    Nur weil ein paar Schaukühe von Brookings da sind,kommt einem vor als hätte man was versäumt????Was sind schon knapp 100liter plus.Über Jaguar wird geschimpft,beim Brookings machts nix, seltsam.....

  • #17

    Gerhard Metz (Sonntag, 06 März 2016 11:20)

    Ich finde das schon fast gruselig im positiven Sinne! Die Kuh die ich oben mit Bild neu eingestellt habe passt zu unserer Prophet-Diskussion wie die Faust auf das Auge. Dazu muss man sagen dass ich ein >>Gefühlzüchter<< bin und jetzt eigentlich erst mein Handeln rational aufarbeite, dank Martin, Fredy, Hans und Klemens!
    Die die ihr seht ist Pistone Ninnefee. Ihre Uhrgroßmutter Preston Ninnifee war eine herrliche Preston, sie errang auf der Bundesschau in Buchloe bei den alten Kühen einen 1b Preis hinter der fleischigen Raymo Helore von Barnsteiner. Da könnte ich mich bis heute ärgern und dieses Erlebnis beeinflusst meine Motivation zum Ausstellen bis heute negativ. Die Even war eine schmaler Bock und die Huvilad (Fitnesszuchtwert aktuell 135) war auch keine Leuchte und ging zeitig ab. Pistone war vor 20 Jahren mal ein Euro-Tester aus Italien. Von seiner Mutter Prophet Rona gab es damals ein tolles Fressbild. Ich sah sie auf dem Betrieb Marci in der Toskana. Nach einem missglückten ET war ihr Euter nur noch ein Sack und total am Ende. Trotzdem gefiel mir ihre Nachzucht sehr gut und Pistones Vater Kayan (übrigens von Hans Grath gezüchtet) war ein guter Eutervererber. Mein damaliger Besamer Michael Eberle, hatte Pistone als echten Ladenhüter noch im Kübel und für die schliffige Huvilad war er mir damals lieber als Etvei und Konsorten. Pistone Ninnifee stürzte kurz nach ihrer ersten Kalbung in den Melkstand und verletzte sich schwer. Die Wunde infizierte sich und es stand einige Wochen Spitz auf Knopf. Ninnifee schaffte es aber und kam durch. Im Stammbaum führt sie über Kayan, Even, Preston und Rona jede Menge Simon-Blut. Preston und Prophet stammen darüber hinaus beide aus Simon Priscilla.
    Nun Ninnifee ist sicherlich keine Schaukuh und auch in der Leistung gibt es bessere Kühe bei mir, aber mir gefällt sie sehr gut.
    Vor einigen Jahren setzte ich einige Portionen William (Wurl x Prophet) in unserer Herde ein. Als Blutalternative zum vielen Hussli-Blut in D passte mir William mit seiner Prophet-Mutter ganz gut ins Schema. Die William-Kälber fielen ziemlich zeitnah und waren aber bis auf eine Ausnahme (lebt mittlerweile in Russland ;)) alle männlich. Sie waren sehr hell gefärbt und sahen alle aus wie die Nachzucht eines OB-Bullen, fleischig und sehr derb. Bis auf eine einzige Ausnahme - das William-Kalb aus Pistone Ninnifee war rötlich-braun gefärbt und extrem lang, groß und fein - ein wunderbares Kalb! Ich stellte den Bullen an und arbeitete mit ihm einige Monate als Deckstier. Von Willi (so sein Name) habe ich einige sehr schöne Kälber und Jungrinder.
    Willi war von mir ganz unbewusst auf Priscilla liniengezüchtet und jetzt freue ich mich umso mehr auf seine Nachzucht.

    Übrigens, auch Shottle setzte ich nur ein, weil er hinten eine Prophet stehen hatte.

  • #16

    Klemens Hartl (Sonntag, 06 März 2016 10:34)

    Danke Martin und Hans für eure schnellen und fachlich fundierten Anworten- sehr interessant!

    Wenn ich an Schweiz und Prophet denke, dann kommt mir sofort die unglaubliche Impact Gilda vom Baltschanahof in den Sinn, die Prophet paternal als Großvater hat. Als ich sie gesehen habe, hatte sie knapp über 100000kg Milch, aber wirkte frisch und jugendlich im Exterieur wie eine gute Kuh im 3. Kalb. Mittlerweile wurde sie auch Europasiegerin der 100.000 Kühe, steht bei fast 130000kg, und jede ihrer Töchter wurde EX eingestuft und glänzt ebenfalls mit tollen Leistungen. Eine der allerbesten braunen Zuchtkühe, die ich kenne. Für mich sehr knapp am Begriff "lebendes Zuchtziel". Langlebig, exterieurstark, leistungsbereit und mit der Fähigkeit das auch an die nächsten Generationen weiterzugeben.
    Schade dass aus solchen Familien keine Besamungsstiere zur Verfügung stehen... (ausser ein Alibaba- Teststier bei Select Star, keine Ahnung ob da noch Sperma verfügbar wäre...)

  • #15

    Martin Wieser (Sonntag, 06 März 2016 08:25)

    Hallo Klemens,
    aktuelle Bullen, die Prophet-Blut führen gibt es eigentlich recht viele. Wie z.B. Bajazzo, Bosephus, Cadence oder Payssli, usw. die über Even Bounty Prophet Bloom Blut führen. Oder Alimoney und August, die von Prophet Ashton abstammen.
    Carter, Mooner und Premier haben Prophet sogar zweimal in ihrem Pedigree.
    Auch Zephir und die Cozy Nook-Familie (Temtation, Twilight) führen Prophet-Blut.
    In der Schweiz wird Prophet wohl eher weniger zu finden sein. Er hatte schließlich nicht den besten Ruf als Euter-Vererber.
    Dass auch Kühe mit Prophet-Blut tolle Euter haben können zeigt Brown Heaven Glenn Fantasy die WDE-Siegerin. Sie hat Prophet auch zweimal im Pedigree!

  • #14

    Hans Geisenberger (Sonntag, 06 März 2016 08:16)

    Hallo Klemens,
    auf deine Frage nach Prophet-Blut möchte ich an den Stier Denpro ( Denmark mal Prophet !) erinnern, von dem ich noch ein paar Dosen im Kübel habe. Denpro wurde von Edi Linder gezüchtet. Heute ist Denpro "abgeschrieben" aber schaut Euch mal auf ZAR seine Werte an. Ich hatte super Kühe von Denpro , deshalb verwende ich ihn noch ab und zu.
    Wenn man keine hohen Zahlen anstrebt (wg. Bullen für Besamung) ist Denpro für mich immer noch eine Option.

  • #13

    Klemens Hartl (Samstag, 05 März 2016 21:42)

    Fredy, dein Wissen ist immer wieder beeindruckend!
    Die von dir erwähnten Tatsachen sind sicher beachtenswert. Eine interessante Ausnahme stellt hier der durchaus auch bekannte Payoff-Sohn Payboy dar, der nachzuchtgeprüft durchwegs tolle Fitnesswerte hat, aber über Playboy auch maternal Bridge- View Blut führt.

    Gibt es eigentlich aktuell noch Stiere, außer Brookings, die Prophet in einer der vorderen Generationen führen?

  • #12

    christoph grath (Freitag, 04 März 2016 20:33)

    etvei hat auch noch einen zw oberlinie von 108.und deren rücken war eine Katastrophe.aber der hohe schwanzansatz hat ja nur
    einfluss auf das schauwesen .wirtschaftlich gesehen hat er keinerlei Nachteile!!!was man bei einer schwachen lende nicht behaupten kann!!!

  • #11

    thomas (Freitag, 04 März 2016 16:38)

    Klasse Martin, Danke Du hast es voll auf den Punkt gebracht!!!

  • #10

    Martin Wieser (Freitag, 04 März 2016 15:47)

    Ich glaube es müssen hier Subjektivität und Objektivität besser getrennt werden! Oder wir können unsere Zuchtwertschätzsysteme und Exterieurbeschreibungen, auch die aus der Schweiz, sofort ersatzlos abschaffen.
    Laut Schweizer Exterieurbeschrieb mit 265 bewerteten Töchtern hat Brookings einen ZW für Sprunggelenksausprägung von 113. Ein Spitzenwert, der in der Schweiz nur von wenigen Stieren erreicht wird. Auch im Deutschen und Kanadischen System ist er deutlich positiv.

    Wie groß seine Probleme in der Oberlinie sind, könnte natürlich diskutiert werden. Mit einem ZW aus Österreich/Deutschland von 109 und 94 in der Schweiz ist für jeden was dabei!
    Aber eines ist sicher, von seinem Vater Payoff kommen diese Probleme nicht. Der hat nämlich für dieses Merkmal in beiden Systemen einen deutlich positiven Zuchtwert (DE/AT 112 und CHE 107). Auch bringt die Mehrheit der Payoff-Töchter keinen erhöhten Schwanzansatz. Kanada ist das einzige Land, dass mit dem Merkmal 'Lende' diese Eigenschaft erfasst. Mit +9 Punkten hat Payoff einen deutlich positiven Wert, den er an seinen Sohn Brookings +12 sehr gut weitervererbt hat.

    Sollten Brookings Töchter in diesen Merkmalen also Schwächen zeigen, so ist davon auszugehen, dass die mütterliche Seite entsprechend Einfluss zeigt. Schließlich sind diese beiden Merkmale auch typische Schwächen der Deutschen Braunviehkuh!

  • #9

    Hans Geisenberger (Freitag, 04 März 2016 10:05)

    Hinweis :
    Vor ein paar Tagen hat Adi Zürcher hier auf dem Blog einen Kommentar geschrieben. Haben vielleicht viele übersehen, weil er unter einem älteren Themenblock steht: "Bullenselektion a`la Züchterblog" vom 30.01.2016 .

  • #8

    Fredy Abächerli (Donnerstag, 03 März 2016 19:31)

    Hallo Klemens, zu den positiven Seiten von Brookings und seinem Vater Payoff kommt noch die durchwegs gute Töchterfruchtbarkeit, besonders die hohe Non-Returnrate. Die bisher beobachtete gute Leistungssteigerung bei Brookings wird von Prophet und der Linienzucht auf seine Mutter Priscilla kommen. Prophet ist nach meiner Auswertung einer der allerbesten Brown Swiss Stiere für Leistungssteigerung und Nutzungsdauer. Ich vermute, dass die gute Fruchtbarkeit von der Payoff-Mutterlinie kommt. Die Payoff Grossmutter war eine 100‘000 er Kuh von Tuolumne Patrick.
    Ob ein Stier gute Töchter bringt, hängt mindestens zur Hälfte von der Genetik der Mütter ab. Und da hat speziell Payoff für Betriebe, die langlebige und gesunde Kühe möchten, einen gefährlichen Hintergrund. Payoff's Vater Prelude hat die beiden Vollbrüder Bridge View Jubilation und Combination als Grossväter. Mit Mutter Collection Polly erscheint bei Payoff in der vierten Generation Bridge View Distinction, der Vater von Jubilation und Combination dreimal. Diese beiden Vollbrüder und ihr Vater waren seinerzeit willkommene Outcross Stiere. Sie brachten gute Euterformen und ein ansprechendes Schauexterieur, jedoch betreff Fruchtbarkeit, Eutergesundheit und Leistungssteigerung waren sie leider so ziemlich das Schlechteste was wir aus USA holten.
    Sobald diese Stierenlinie auch auf der Mutterseite einmal oder wie so oft mehrfach vorkommt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Töchter von Payoff und seinen Söhnen nicht so gut funktionieren. Bei den drei besten Payoffsöhnen Payssli, Einstein und Brookings findet man auf der Mutterseite Jubilation oder Distinction bis zur fünften Generation noch nicht. Darum sind ihre Fitnesswerte auch gut.
    Ueberprüfe mal bei besonders guten oder entäuschenden Töchtern aus Prelude, Payoff oder seinen Söhnen die dritte bis fünfte Generation. Ich wäre überrascht, wenn Du nicht etwas ähnliches feststellst. Bei Linienzucht kann der Schuss eben auch nach hinten losgehen. Das geschieht leider bei vielen Brown Swiss Züchtern ganz unbewusst per Zufall durch Paarungen nach Zuchtwerten.

  • #7

    grath christoph (Donnerstag, 03 März 2016 18:03)

    die schlampige oberlinie kommt von payoff ,der leider den hohen schwanzansatz dominant vererbt hat.richard lins hat brookings mutter brooke damals in übersee angeschaut.brooke hatte wohl eins der besten Euter die Richard je gesehen hatte.die derben beine bringt denmark.aber brookings hat von payoff,denmark und Prophet auch alle Vorteile mitbekommen.darum werde ich in auch weiterhin in der besamungskartei führen.....

  • #6

    zuechterblog.com (Donnerstag, 03 März 2016 14:40)

    Und noch ein Satz zu Brookings: Die Vorteile habe ich ja schon beschrieben, zu beachten ist aus meiner Sicht der etwas derbere Hinterfuß und die etwas schlampigere Oberlinie.

  • #5

    Gerhard Metz (Donnerstag, 03 März 2016 11:23)

    Respekt vor Klemens Hartl! Danke! Und natürlich hat Christoph Grat recht, dass jeder Bulle nur so gut sein kann wie er angepaart wird.

  • #4

    Klemens Hartl (Donnerstag, 03 März 2016 10:37)

    Bis jetzt bin ich noch nirgends als Samenhändler unter Vertrag- könnte bei den derzeitigen Erzeugerpreisen aber durchaus eine Überlegung wert sein ;) (in unserem Bundesland wird aktuell wieder 2-3cent abgesenkt, auf erstmals auch deutlich unter 30netto- Österreich)
    Auch sollte klar sein, dass kein Stier ein Wundermittel ist, viel wichtiger ist die richtige Anpaarung, wie hier im Blog Pedrini schon mal richtigerweise vom Christoph Grat zitiert wurde.

  • #3

    zuechterblog.com (Donnerstag, 03 März 2016 09:43)

    Nun ja, was soll man dazu sagen, es macht mir sehr viel Freude dieses Ding mit Euch zu schaukeln! Noch mehr würde es mich freuen wenn möglichst viele Kommentatoren mit ihrer echten Identität auftreten würden. Das wäre mir Dank genug! Wenn man die Herkunft kennt, kann jeder das Geschriebene besser einordnen. Für mich gibt es auch keine Deckung und Schmerzensgeld ;).
    Clemens könnte z.B. auch ein Spermahändler sein der Pegasus und Payoff verkaufen will, dieser Zweifel macht seinen Kommentar für viele von uns wertlos. Wenn er aber ein echter >>Melker<< ist, dann wäre er natürlich enorm wertvoll und würde uns enorm weiterhelfen! Darum traut Euch!

  • #2

    Hans Geisenberger (Donnerstag, 03 März 2016 08:44)

    Genau heute vor einem halben Jahr ging dieser "Blog" auf Sendung!
    Ich möchte dies zum Anlass nehmen, dem Gerhard zu seiner Idee und deren Umsetzung zu gratulieren und mich bei Ihm ganz herzlich zu bedanken.
    Trotz zum Teil heftigen Gegenwindes (vor allem feige hinter den Kulissen ) packt er heiße Eisen an und streitet im positiven Sinn mit offenem Visier .
    Ich höre aber auch großes Lob von vielen, leidenschaftlichen und überzeugten Braunviehzüchtern aus Südtirol, Vorarlberg, der Schweiz und Deutschland . Der Tenor :" wenn wir auch nicht in allen Punkten der Meinung von Gerhard sind, endlich gibt es ehrliche , unabhängige und spannende Diskussionen, nicht nur über Kühe und Bullen, sondern auch über Strukturen und Verantwortungsträger."
    Weiter so, Gerhard !!!

  • #1

    Klemens (Mittwoch, 02 März 2016 23:26)

    Brookings geht über Prophet und Prelude (Payoff-Vater) jeweils auf Simon Priscilla zurück und repräsentiert für mich damit auch vielmehr Prophet als klassischer Spätstarter- der aber enorm viele zähe und langlebige Tiere hervorgebracht hat, viele auch weit jenseits der 100.000kg - als Denmark. Ich denke die Entwicklung hat man doch schon bis zu einem gewissen Grad abschätzen können...

    Auch verstehe ich nicht, warum du jetzt schon mehrfach Payoff doch eher ins negative Eck stellst. Ich hatte bei einer der letzten Bundesbraunviehschauen das Vergnügen mit einigen Payoff-Töchtern zu arbeiten, eine davon wurde später dann jeweils Gesamteuterchampion jung und eine Gesamteuterchampion mittel.
    War von den Tieren dann so angetan, dass ich spät aber doch noch recht viel mit dem Bullen gearbeitet habe und ich könnte mich über keine der Töchter beschweren- im Gegenteil! Auch die Töchter von Payoff Söhnen (Payssli, Brookings usw) sind mitunter die Allerbesten bei uns, was das Gesamtpaket aus Milch, Fruchtbarkeit, Problemlosigkeit und harmonischem Typ mit Qualitätseutern angeht.
    Ich sehe die Collection Polly Familie generell als enorm gute und zuverlässige Zuchtfamilie, im Bezug auf ebengenannte Stärken. Auch würde die Schaulandschaft ohne Jongleur, der über Polo und damit auf Polly zurückgeht, heute wohl sehr anders aussehen. Mein Vater war vor nicht allzu langer Zeit auf der Triangle Farm und erzählte von einer fanatischen, aber ehrlichen Züchterfamilie, tollen Tieren und einer Herde, die mit doch sehr veralteten Haltungsverhältnissen extreme Leistungen vollbringt, ebenso wie hohe Lebensleistungen! Auch sehe ich es als Qualitätsmerkmal, dass sich diese Linie sowohl im "alten" Zuchtprogramm, sowie im Genomzeitalter durchzusetzten wissen und immer wieder Vererber hervorbringt.
    Derzeit ist beispielsweise >Pegasus< verfügbar. Geht väterlicherseits auf eine tolle All-American Familie zurück mit zig Generationen Ex- Einstufungen und hohen Leistungen
    http://cgi.zar.at/cgi-bin/zw_detail.pl?ISO_NUMMER=840000068149162&table=DATEN_BV
    Habe von ihm schon Kälber, die mich absolut überzeugen und zB den hochgelobten Biver's bei uns um längen überlegen sind derzeit, was Feinheit und Exaktheit im Knochenbau angeht.