"Viehzucht ist ein Griff ins Leben, um Gedanken Form zu geben, nur wer mit dem Auge und dem Wissen dies versteht, weiss wie züchten geht" 

 

                                                                                                                (Eduard Linder)

                                                                                                                      


Stierportrait: Egochs Dally Simbaboy

Erst einmal vorweg, die Kuh auf dem Foto hat mit Simbaboy nichts zu tun. Es handelt sich hier um eine alte Hucos-Tochter welche ich vor einigen Tagen zufällig auf der Weide fotografiert habe. Sie hat gute Beine, sie ist fruchtbar, verfügt über ein gesundes Euter (das etwas besser sein könnte, gebe ich zu) und sie hat Lebenskraft. Alles Grundvoraussetzungen um lange auf einem Betrieb zu bleiben und den Bauer >>reich<< und glücklich zu machen! Hucos hat solche Kühe am Fließband produziert, ebenso in jüngerer Vergangenheit Etpat, Prejula und Vigor. Wenn man sich die Zuchtwertentwicklung von Simbaboy ansieht, könnte mit ihm ein würdiger Nachfolger auf der Bildfläche erschienen sein.

mehr lesen

Gut besamen , mit sicheren Bullen

Dieses Foto von  Hackers Mutter Konni veröffentlichte ich an dieser Stelle vor über drei Jahren unter der Überschrift >>Hacker - nicht von schlechten Eltern<<. Heute zählt Hacker für mich immer noch zu den besten Vererbern welche die Braunviehzucht zu bieten hat. Hacker ist ein Bulle mit extrem hoher Sicherheit, vielen Stärken und wenigen Schwächen. Mit ihm kann man relativ entspannt besamen und man wird, wenn man den Jungkühen ein wenig Zeit lässt, keine großen Enttäuschungen erleben. im Folgenden aus meiner Sicht einige Bullen die uns dabei helfen können unsere Herden nachhaltig zu verbessern.

 

mehr lesen

Der Verdi-Komplex

AG Verdi - Sein hoher Gesamtzuchtwert baute auf einer  vorzüglichen Inhaltstoffverebung ergänzt durch gute Fitnesseigenschaften. Verantwortliche der RBG Memmingen nannte ihn gerne den 2. PRONTO.

 

Nun bei der aktuellen Zuchtwertschätzung hat AG Verdi 7 Nutzungsdauerpunkte und  7 GZW-Punkte verloren und das bei einer Sicherheit von fast 95 Prozent. Persönlich ärgert  mich das, weil ich auch auf Verdi hereingefallen bin. Seine Zahlen waren verlockend schön und die Sicherheit dabei relativ hoch. Dennoch hatte ich bisher von 5 gekauften Portionen (was nicht viel ist) erst eine verbesamt. Mein Bauchgefühl hat immer rot angezeigt. Warum? Verdis Vater Versace ist nicht gerade ein Überflieger gewesen, darüber hinaus sprachen seine miserablen Zuchtwerte für Sprunggelenksausprägung (76) und Sprungelenkswinkelung (77), sowie Strichstellung vorne (84) nicht unbedingt für Langlebigkeit. Hinzu kam dass man in Kempten auf der Auktion viel Schrott von Verdi sah und auch die Stimmen jener die Verdi-Töchter hatten, waren eher negativ. Seit August 2017 hat Verdi nun gegenüber seinem genomischen Zuchtwert 16 GZW Punkte verloren. Die RBG sieht ihn dennoch noch immer als "attraktiven Anpaarungspartner, welcher die Stärken des Braunviehs widerspiegelt"  (Zitat Allgäuer Bauernblatt 33/2018).  Vermutlich möchte sie noch einige tausend Portionen Sperma von ihm verkaufen. Ich sehe das anders und habe mir eine Schere gesucht und mein übriges Verdi-Sperma zerstört. Lieber Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende! 

 

Verdi erhebe ich an dieser Stelle zum Namensgeber des "Verdi-Komplexes". Er zeigt auf, dass selbst Sicherheiten von über 90 Prozent nichts bedeuten und dass erst die Zeit nach der zweiten Kalbung der Töchter eines Bullen über dessen Qualitäten sicher Auskunft gibt.

 

Interessant wird sein ober der Verdi-Komplex auch AG Pustertal "zernudeln" wird. Seine Zuchtwerte für Beckenbreite (83), Beckenneigung (77), Sprumgelenkswinkel (84) und Sprunggelenksausprägung (87) verheißen jedenfalls nichts Gutes. Man fragt sich wie es so ein Bulle an die Spitze der deutschen Zuchtwertliste schaffen kann. Bis es allerdings soweit ist, wird mit Pustertal wohl fleißig besamt werden. Man kann nur hoffen dass ich mich irre - ich fürchte nicht!

 

Liebe Leser merkt euch den "Verdi-Komplex"! Wir werden leider noch oft von ihm hören.

mehr lesen

Weitblick?


Über  150.000 Euro für einen Bullen , als ich das hörte schoss mir spontan der Gedanke durch den Kopf, „ ja sind die jetzt total verrückt! Erst nach längerem Nachdenken kam ich zu dem Schluss dass noch mehr dahinterstecken muss. Besamungsstationen sind Unternehmen die Geld verdienen möchten, wenn sie also teuer einkaufen, dann wollen und müssen sie noch teurer verkaufen. Verkauft wird das Sperma des neuen „Wunderknaben“ wahrscheinlich mit einem satten Preisaufschlag. Begründet wird dies mit der hohen Qualität des Bullen. An dieser Stelle muss ich zugeben dass ich die Familie des Bullen nicht kenne, ich gehe aber davon aus dass kaufentscheidend sein hoher genomische Gesamtzuchtwert war. Nun ist aber dessen Sicherheit nicht  besonders hoch, und die Anzahl der Nieten ist fast genau so groß  wie früher. Warum also gibt jemand 150.000 Euro für so einen Bullen  aus?


Eingefallen sind mir dafür mehrere mögliche Gründe:


1. Der Käufer bezahlt nicht mit seinem eigenen Geld


2. Er haftet nicht persönlich für den eventuellen Schaden den er anrichtet


3. Der Käufer geht davon aus dass sich sein Produkt hervorragend verkauft und sich amortisiert bevor überhaupt  die erste Tochter des Bullen in Milch kommt.


Voraussetzung dafür dass letzterer Punkt aufgeht ist allerdings, dass sich genügend Dumme finden, die dieses Spiel mitspielen. Vor allem  angesichts der Tatsache dass die Dummen dabei das alleinige Risiko tragen. 



Ist das Zuchtfortschritt?

Die Zuchtverantwortlichen werden nicht müde die Errungenschaften der genomischen Selektion  zu rühmen.

Eine selbstkritische Herangehensweise oder Analyse ist den Damen und Herren an den Schreibtischen vollkommen  fremd. Die Fachpresse, welche eigentlich diesen Part übernehmen sollte, ist gekauft. Die Hochglanzbroschüren sind voller Anzeigen und bunter Bilder wohlgeformter Kühe und Bullen. Dass diese am PC bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet wurden gehört zum Geschäft und juckt niemanden ernsthaft. Den Bauern wird der Eindruck vermittelt, alles ist gut, ihr braucht Euch nicht zu kümmern, wir machen das!


Aber so ist es nicht!


An dieser Stelle eine Auswahl von Bullen  die nicht im Ansatz das lieferten was ihr genomischen Zuchtwerte versprochen hatten.


Diese Bullen liefern den Beweis , dass die genomische Selektion nicht mehr ist als ein unsicheres Hilfsmittel dem eine viel zu hohe Bedeutung zugesprochen wird. Es ist nur eine Auswahl,  gefunden hätten wir noch viele mehr.


1. AG Popei Aug. 2012 GZW 128 Apr. 2018 GZW 103

2. Paray Aug. 2013 GZW 129 Apr. 2018 GZW 98

3. AG Popcorn Aug. 2012 133 Ap. 2018 GZW 105

4. AG Jimbo Apr. 2012 GZW 123 Apr. 2018 GZW 111

5. Eastpat Aug. 2014 GZW 126 Apr. 2018 GZW 108

6. AG Junok Dez.2011 GZW125 Apr.2018 GZW 100

7. HIMAYA Aug.2013 GZW 127 Apr.2018 GZW 112

8. AG Jesther Apr. 2013 GZW 128 Apr. 2018 GZW 109

9. VIEGO DEZ.2011 GZW 123 Apr.2018 GZW 104

10. AG Palue Dez. 2013 130 Apr. 2018 GZW 108

11. Varoff Dez 2011 121 Apr. 2018 GZW 108

12. Panini Apr. 2013 125 Apr. 2018 GZW 115

13. JEROEN AUG.2014 GZW 132 Apr.2018 GZW 101

14. AG PIRELLI DEZ 2013 GZW 134 APR. 2018 GZW 114

15. VAROFF DEZ. 2011 GZW 121 APL.2018 GZW 108

16. DIELINER DEZ 2011 122 APR. 2018 GZW  98

17. AG ELPRO DEZ 2011 GZW 112 APR 2018 GZW 105

18. HEBRON APR.2014 GZW 136 APR 2018 GZW 127

19. HEROIN APR 2013 GZW 126 APR 2018 GZW 109

20. AG PIRLO APR 2013 GZW  132 APR 2018 GZW 112

21. AG PIZARRO APR  2014 GZW  120 APR  2018 GZW 104

22. AG Hochsee APR 2014 GZW 130 APR 2018 GZW 108

23. PARAY APR 2013 GZW 129 APR 2018 GZW 98

24. HOBBIT APL 2014 GZW 134 APR 2018 GZW  106

25. AG JUKEBOX APR 2012  GZW 131 APR 2018 119

Hohe Wellen geschlagen

Zuechterblog.de war die letzten Monate nicht besonders aktiv. Der Grund, ich hatte schlicht und einfach  keine freie Zeit! Heute am Frühstückstisch habe ich das Fachmagazin Holstein International aufgeschlagen. Ich lese diese Zeitung  seit über 10 Jahren. HI wird  in mehrere Sprachen übersetzt und ist weltweit das meist gelesene Fachmagazin zur Holsteinzucht.


In der aktuellen Juni Ausgabe findet sich ein toller Bericht über Thomas Grupp von der Besamungsstation Grub. Dieser war in ähnlicher Form  einige Wochen vorher auch in Kuhfacto dem deutschen Ableger von HI zu lesen. Überschrift: Am wichtigsten für Milchviehhalter ist Sicherheit!


Vielleicht ist es Zufall dass diese beiden Berichte einige Wochen nach dem Interview mit Thomas Grupp auf Zuechterblog.com erscheinen,vielleicht ist es aber auch die Folge!


Es ist aber auch egal, hauptsache es wird öffentlich über den Wahnsinn der genomischen Selektion diskutiert.


Sie hilft dabei hohe Zahlen auf dem Papier zu generieren, mit Sicherheit hilft sie aber nicht dabei gute Kühe in Massen zu züchten.

Achtung Braunviehzüchter -wichtiger Veranstaltungshinweis

An dieser Stelle möchte ich Euch auf ein intressante Veranstaltung aufmerksam machen. Die Europäische Vereinigung für Naturgemäße Rinderzucht (EUNA) und die Arge Rinderzucht auf Lebensleistung laden am 4. Mai zu einer Informationsveranstaltung nach Sulzberg in den Gasthof Hirsch ein. Beginn ist 19:30 Uhr. Das Thema lautet: Zukunft der Rinderzucht!

Ob wir mit der Braunviehzucht den richtigen Weg gehen wird Zuchtberater Martin Wieser erörtern. Es folgt Gerard Scheepens von der niederländischen Besamungsstation KI Samen. Scheepens wagt einen kritischen Blick auf die genomische Selektion. Sein Thema: Genomics - immer größer, immer schmaler, immer enger. Können sich die Besamungsstationen den Wettlauf in Zukunft leisten? Den Abschluss macht ein Vortrag von Andreas Perner dem Vorsitzenden der EUNA. Perner ist selbst erfolgreicher Züchter und Praktiker. Er wird die Grundlagen einer erfolgreichen Zucht auf Lebensleistung vorstellen. Sein Motto: Die Funktion bestimmt die Form!

 

Zuechterblog.com hat die EUNA bei der Referentensuche beratend unterstützt.  Die Ergebnisse der Zuchtwertschätzung sind alarmierend und es ist aller höchste Zeit kritische Fragen zu stellen und diese öffentlich zu diskutieren. In Sulzberg haben wir am 4. Mai die Möglichkeit dazu.

 

Auf nach Sulzberg!

Verwahrlosung der Zucht - Interview mit Dr. Thomas Grupp

Er ist einer der Vordenker der Fleckviehzucht! Dr. Thomas Grupp ist Geschäftsführer der Bayern-Genetik. Die Bayern-Genetik hat mit ihren Bullen wie kaum eine andere Besamungsstation die Geschichte der Bayerischen Fleckviehzucht beeinflusst. In einem Interview mit zuechterblog.com äußert sich Grupp zu seinen Erfahrungen mit der genomischen Selektion. Auch zum Thema Kuhlernstichprobe hat er eine klare Meinung.  

mehr lesen 5 Kommentare

Braunvieh Vision - wer haftet?

>>Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen<< Altbundeskanzler Helmut Schmidt

 

Jetzt ist es also endlich soweit, Braunvieh Vision startet. Ich denke der 13. Oktober 2017 ist ein schlechter Tag für das Braunvieh. Tausende gute Kälber werden geschlachtet werden, tausende schlechte Kälber werden ihre Besitzer irgendwann enttäuschen. Das Traurige daran ist, die Bauern müssen dieses Ärgernis auch noch selbst mitfinanzieren. Ich kann nicht glauben dass meine Berufskollegen so blauäugig sind und freiwillig in großer Zahl  bei dieser höchst zweifelhaften Aktion mitmachen. Ich persönlich würde das nur tun wenn die Haftungsfrage einwandfrei geklärt ist. So wie es momentan aussieht trägt das Risiko wieder allein der Tierhalter, während sich die Staatlichen, die Zuchtverbände, die Besamungsstationen und die Genies in den Rechenzentren schadlos halten. Ich finde die Genannten sollten zuerst einen Fond für die Geschädigten der Genomischen Zuchtwertschätzung gründen. Eine von den zwei Millionen vom Staat einzahlen und dann mit den Visionen starten. Wenn das Geld nicht reicht, Finger weg!

 

Werte Berufskollegen, lasst Euch nicht ... !

 

Meine bisherigen Äußerungen entschärfe ich, denn es geht hier nicht in erster Linie um fraglichen züchterischen Sachverstand. Die Verantwortlichen die bei uns das Sagen haben, kennen sich mit den Hintergründen ihres Zahlensalates sicherlich bestens aus, besser als ich. Nur was am Ende des Tages zählt ist das Ergebnis und das ist de facto nicht zufriedenstellend. Abzulesen ist dies am Besten an den sei Jahren rückläufigen Erstbesamungszahlen. Da kann man Schönreden soviel man will, es hilft nichts!

 

Ich höre immer wieder die Angst heraus, dass Braunvieh verliert wenn man sich BV Vision verwehrt? Ich hätte da keine Angst, im Gegenteil!

 

Verlieren tut es, wenn wir mit der Zahlenzucht so weitermachen, alte Kühe züchterisch auf´s Abstellgleis stellen und für den schnellen Zuchtfortschritt die positiven Eigenschaften unserer Rasse nach und nach verheizen! Unsere Zucht braucht einen Reset (Ein Reset ist ein Vorgang, durch den ein System in einen definierten Anfangszustand gebracht wird. Dies kann erforderlich sein, wenn das System nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Quelle: Wikipedia) und kein >>Weiter-so<< mit noch höherem Tempo.

 

Allerdings glaube ich nicht, dass wir kurzfristig das Ruder herumreißen können. Öffentliche Systemkritik gibt es keine und das Ehrenamt ist so obrigkeitshörig, dass mir keine Steigerungsform dafür einfällt. Ich appelliere an die verantwortlichen Kollegen auf den Vorstandsposten und in den Ausschüssen hier deutlich kritischer aufzutreten und wenn nötig die Reißleine zu ziehen. Ich finde es ist nötig!

 

Eines muss ich noch dazu sagen, ich rede hier nicht von einem klassischen Braunviehproblem. Holstein und Fleckvieh haben bisher auch einen hohen Preis für die genomische Selektion bezahlt. Da läuft auch jede Menge Schrott in den Ställen herum, nur ist deren Population größer und Fehlentwicklungen lassen sich hier besser kompensieren als beim Braunvieh. Vor allem weil es hier  auch Organisationen gibt  die eine andere Strategie fahren. Die Besamungsstation Grub ist hier ein gutes Beispiel.

 

 

 

 

CH: Studie zur Euterfüllung bei Ausstellungskühen

Heute wurden die Ergebnisse einer Studie der Nutztierklinik der Vetsuisse-Fakultät der Uni Bern zum Thema >>Euterfüllung auf Ausstellungen<< in einer Pressemitteilung vorgestellt. Hier die PM im Originalwortlaut der Universität Bern.

mehr lesen 0 Kommentare

Nutzungsdauer ist nachhaltig!

Die Jungzüchterschau in Rückholz wurde von Johann Osel in der Süddeutschen Zeitung mit einem Kommentar bedacht (siehe nebenstehender Artikel). Interessant fand ich den unteren Absatz wo er auf die 22-jährige und gleichzeitig älteste Kuh Bayerns eingeht. Osel:>>Sie zählt 22 Lenze, Zuchtexperten rechnen das auf bis zu 110 Menschenjahre um<<.

Ich habe dann ein wenig zu rechnen begonnen. Das durchschnittliche Abgangsalter liegt in Deutschland bei ungefähr 5,4 Jahren, was einem auf die menschliche Lebenszeit umgerechneten Alter von 27 Jahren entspricht. Braunvieh liegt bei 6,5 Jahren und erreicht immerhin 32,5 Jahre im Schnitt. In Deutschland ist das Spitze! Dennoch es ist noch viel Luft nach oben! Das Renteneintrittsalter beim Menschen liegt bei 66 Jahren. Da fehlen also bei BV 33,5 Jahre oder 6,7 Kuhjahre. Zieht man die Aufzuchtphase (2,33 Jahre) ab, brächte eine Braunviehkuh also etwa 9 bis 11 Kälber (je nach ZKZ) damit sie mit 66 Jahren in Rente gehen kann. Von den möglichen, darauf folgenden 44 Jahren (8,8 Kuhjahre) in Rente auf einer grünen Bergwiese wollen wir gar nicht reden.

Die Ursache für dieses Defizit ist meiner Meinung nach die einseitige Zucht auf Frühreife und Hochleistung in Verbindung mit einer nicht wiederkäuergerechten Fütterung (viel KF, wenig Rohfaser). Körperlich verkraften unsere Kühe diesen Mix in der Masse nicht! Im Durchschnitt gehen sie lange vor der Zeit ab.

Nachhaltig ist das nicht! Es beschert darüber hinaus unseren Tieren Leid und kostet uns Bauern viel Geld.

Braunvieh als führende Nutzungsdauerrasse muss dies erkennen und die Nutzungsdauer im Fokus behalten. Die einseitige Zucht auf Frühreife (Größe) und hohe Einsatzleistungen ist hochgradig  kontraproduktiv. In den Fokus gehören Merkmale wie Nutzungsdauer,  Persistenz und  Fruchtbarkeit. Die Einführung eines Zuchtwertes für Leistungssteigerung ist überfällig. Natürlich wirkt sich dies negativ auf die Verkürzung des Selektionsintervalls aus,  sichere Informationen über die Leistungssteigerung der Töchter eines Bullen erhält man erst viele Jahre  nach dem ersten PM. Aber Qualität braucht Zeit! Erfolgreiche  Käsesorten erzielen nach Jahren der Lagerung im Käsekeller Kilopreise von über 20 Euro je Kilogramm, während wir Deutschen unseren Gummikäse im Jahr 2016 nach 3 Wochen für unter 3 Euro auf den Weltmärkten verramschten.  Wer also erfolgreich auf Nutzungsdauer und Nachhaltigkeit züchten will, muss seine Zuchtstrategie ändern und den Bullen und Kühen Zeit zum Reifen geben! Wir brauchen eine Umkehr von immer schneller, immer mehr! Die ist am Ende auch wirtschaftlich interessant und beschert uns Kühe mit denen wir Geld verdienen und die uns lange Freude machen. Bis zum Rentenalter mit 66 Jahren!

0 Kommentare

Nicht vergessen!

Meine Kritik an Kuh-Vision schmeckt nicht allen! Lösungsvorschläge für die Braunviehzucht liegen seit Jahren auf den Tisch. Sie wurden in Altdorf von über 100 Züchtern aus Bayern und Baden-Württemberg mit großer Mehrheit verabschiedet und den Oberen der AHG übergeben.

 

Hier zur Erinnerung für alle die es vergessen haben sollten!

 

Da ist noch jede Menge Handlungsspielraum!

mehr lesen 0 Kommentare

Biver: Top oder Flop?

Quelle: Schweizerbauer
Quelle: Schweizerbauer

Diese Meldung habe ich kürzlich auf der Internetseite von schweizerbauer.ch gefunden. Biver war der Rekordschlager von swissgenetics über alle Rassen hinweg. Am 8. August hat Biver seine ersten Zuchtwerte auf Basis seiner Töchterleistungen erhalten. Auf deutscher Basis verlor er nahezu 400 kg Milch und liegt aktuell noch bei sehr knappen + 38 kg Milch. Für Insider deutete sich dies bereits im April an. So fand man im Brunanet damals  schon Biver-Töchter mit ersten Probemelken unter 18 kg. Trotzdem, Swissgenetics blieb optimistisch, wie die folgenden Zitate beweisen. Und auch heute noch wird der Blooming-Sohn gefeiert. Ist das in Ordnung???

mehr lesen 9 Kommentare

Schlaue Yerome

Nach einigen Wochen kann man zusammenfassen: Das Thema >>Beschiss auf der Bundesschau<< scheint vom Tisch! Die Verantwortlichen schweigen und der Beschuldigte mauert. Verteidigung der eigenen Unschuld sieht anders aus!

 

Die Verantwortlichen der ARGE Deutsches Braunvieh scheinen gar nicht zu verstehen wie sie mit ihrer passiven Haltung dem Schauwesen schon geschadet haben und es immer noch tun! 

 

Im Nachhinein muss ich sagen, meine Kuh war die Einzige in Buchloe die das Richtige gemacht hat: Bier saufen, randalieren und den Ring ohne Begründung verlassen! Ich muss es im Nachhinein zugeben, Yerome war die Schlauste. Ja, sie war um einiges gescheiter als ich!

1 Kommentare

Foul ohne Folgen - oder Folgen ohne Foul ?

Ich habe lange überlegt ob ich mich dem Thema an dieser Stelle annehmen soll. Gehört habe ich von der Sache erstmals im April auf der Jubiläumstierschau der VZG Tegernsee in Miesbach. Ein bekannter Fleckviehzüchter machte mich darauf Aufmerksam, dass es beim Braunvieh >>ein Erdbeben<< gegeben habe. Ich fragte, welches er denn meine?  >>Ja das auf der Bundesschau?<<. Ich dachte es ginge um den Preisrichter, der ja viel Spott ertragen musste. Nein, es ginge um den Betrugsfall! Welchen Betrugsfall? Ja um die Kuh die gar nicht die Kuh war, die sie sein sollte! Als der Gute merkte dass ich keine Ahnung hatte worum es ging, bekam er kalte Füße und verdrückte sich in der Menge. Mir ging die Sache nicht aus dem Kopf und ich begann mich umzuhören. Ich erhielt einen Namen und eine Story  die so abwegig war, dass ich sie einfach nicht glauben konnte, geschweige den darüber zu schreiben. Ich vergaß das Ganze!

 

Vor zwei Wochen dann auf er Auktion in Buchloe erzählte mir eine andere Quelle die Geschichte im Detail noch einmal - identisch. Ich hörte mich weiter um und musste feststellen, dass alle darüber redeten und dass das Ganze mittlerweile Gesprächsthema Nummer 1 auf den Stallgassen war und ist.

 

Wie lautet das Gerücht oder der Vorwurf? Ein bekannter Züchter soll eine im Ausland zugekaufte junge Kuh ummarkiert und als ältere Mehrkalbskuh mit völlig anderem Pedigree ausgestellt haben.

 

Sollte etwas Wahres daran sein, wären Zuschauer, Mitbewerber und Preisrichter bewusst getäuscht worden. Aus seuchentechnischer Sicht würde sich die Frage stellen, von welcher Kuh wurde  das Blut vom TGD untersucht? Sollte es das Blut von der >>Echten<< gewesen sein, dann wäre eine nicht untersuchte Kuh aus dem Ausland  auf einer Bundesschau aufgelaufen?

 

Die Frage ist aber , warum wurde der Betrugsvorwurf bisher nicht offiziell bestätigt oder dementiert ?

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verantwortlichen  der ARGE eine so wilde Aktion, sollte sie denn wahr sein,  einfach unter den Teppich kehren und zur Tagesordnung übergehen.

 

So unangenehm die Sache für alle Beteiligten ist, die Gerüchte und Vorwürfe sind mittlerweile in Züchterkreisen so weit öffentlich, dass ein Totschweigen aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn mehr macht.  Wenn die Vorwürfe zutreffen muss die ARGE reagieren, sollten sie nicht zutreffen muss sie den Ruf des betroffenen Ausstellers aktiv schützen, denn dieser wird aktuell massiv beschädigt.

 

 

 

0 Kommentare

Salomon Yuna - schön aber ekelhaft im Wesen!

Salomon x Husvig, damit ist Yuna die Halbschwester von Yerome und die dritte Yellow-Tochter bei uns am Betrieb in Milch.

Sie gibt ordentlich Milch (28 kg) und hat ein tolles Exterieur, leider ist sie ein echtes Miststück. Schlägt wie blöd und das Schlimme ,sie zieht die Milch hoch. Wäre sie nicht so schön, sie wäre längst beim Schlachter. Das kann aber noch kommen. Auch die Melkbarkeit an sich, ist nicht berauschend. Hinter Salomon steht Macky und der ist in diesem Merkmal ein Verbrecher gewesen.

 Wahrscheinlich ist meine Yuna ein schlechtes Beispiel für Salomon, Swissgenetics hat jedenfalls bezüglich der MBK und des Melkverhaltens noch nichts negatives veröffentlicht.

 

Gibt mittlerweile über 30 kg Milch!

mehr lesen 2 Kommentare

Russisch Roulette

Quelle: ZAR / ZuchtData
Quelle: ZAR / ZuchtData

Es waren bewegte Tage, Bundesbraunviehschau Buchloe, Bruna Schweiz, Landesschau Imst, Zuchtwertschätzung, Kuh-Visionen wohin man hört. Am Beginn des neuen Quartals musste ich nun frisch Sperma bestellen. Kann die Zeit dafür besser sein?  Wir haben tollte Kühe gesehen und die Zuchtwertlisten sind gespickt mit tollen Bullen. Ich hab mir trotzdem schwer getan und mich deshalb in Zurückhaltung geübt.

Ich bevorzuge Bullen mit hoher Sicherheit, guten Eutern, guten Beinen, ordentlichen Becken und einer hohen Nutzungsdauer und positiver Persistenz, das Angebot hier ist aber nicht sehr üppig. Im Bild nebenan findet Ihr einen Ausdruck aus Zar-Rind.at. Selektiert wurde hier auf die besten Bullen mit Sicherheit mindestens 96 Prozent und Verfügbarkeit. Keine Ahnung ob das eine realistische Aufstellung ist, aber viele Bullen sind das nicht.  Die ersten sechs sind alles noch relativ junge Bullen, ihre ersten Töchter kalben aktuell zum zweiten Mal ab. Keiner weiß also zur Zeit wie die Kühe im dritten Kalb aussehen und doch ist die Sicherheit schon bei über 95 Prozent. Hallo, das ist alles relativ, man könnte aber auch sagen Beschiss. Unsere Herren in der Zuchtwertprüfstelle jonglieren da mit den Sicherheiten wie es ihnen am besten ins Konzept passt. Klar, wenn Jungvererber mit wenigen Probemelken plötzlich schon Sicherheiten von über 80 Prozent erreichen, dann müssen Vererber mit Töchtern in der 2. Laktation schließlich über 90 Prozent auf die Liste bringen. 

Also wahrscheinlich checke ich es einfach nicht, aber für mich ist das alles wie Russisch Roulette mit 5 Kugeln. Da mitzuspielen kann ich mir nicht leisten. Weil es eben so schlecht funktioniert und die meisten Zahlen keinen Wert in diesem frühen Stadium haben,  brauchen wir jetzt Kuh-Vision. Anstelle zuzugeben dass wir auf dem Holzweg sind reiten die uns noch weiter in den Dreck hinein. Armes Braunvieh!

0 Kommentare

Bruna: Euterfüllung Thema für die Wissenschaft

Nun das Thema Euterfüllung auf Schauen bleibt aktuell. Auf der diesjährigen Bruna in der Schweiz hat sich die Wissenschaft dem Thema angenommen. Das Bild zeigt einen Flyer der an die Beschicker verteilt wurde. Ob da was Sinnvolles herauskommt?

In Deutschland hat das Thema mittlerweile auch weite Kreise gezogen. Laut einer Information befasst sich aktuell das Bundeslandwirtschaftsministerium mit dem Thema, mit dem Ziel eine einheitliche Empfehlung für alle Bundesländer zu verfassen.

4 Kommentare

Yerome schlägt zurück!

The Day after!

 

Nach einem nicht unbedingt erfolgreichen, dafür aber umso mehr unterhaltsamen Auftritt in Buchloe, sind Yerome und ihr Team wieder wohlbehalten in Biessenhofen angekommen. Ich denke wir haben bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

Besonders gratulieren möchte ich Familie Schwayer, die nach langem Kampf um gerechtere Schaubedingungen den verdienten Lohn ihrer Arbeit einfahren konnte.

 

Auch für meine Freundin Doris Buhl freue ich mich ganz besonders. Ihr Erfolg gleicht einem Märchen, dass wahr geworden ist. Mit ihrer Blooming ist sie von null auf hundert in die Spitze der europäischen BV-Zucht vorgestoßen. Hammer!

 

Darüber hinaus auch allen anderen Schausiegern herzlichen Glückwunsch!

 

 

 

 

mehr lesen 2 Kommentare

Seitenwechsel!

Es ist mittlerweile 11 Jahre her dass wir eine Kuh auf einer Schau hatten, aber morgen ist es wieder soweit. Von der >>Agrarschreiber<<-Seite wechsle ich auf die Ausstellerseite. Heute habe ich etwas verspätet mit der Schauvorbereitung begonnen und es  gab bereits einige interessante Aha-Erlebnisse.

mehr lesen

Mutige Schauordnung

Die ARGE Deutsches Braunvieh hat die Schauordnungen für die Bundesschau an die Beschicker hinausgeschickt. Die Inhalte zielen auf eine >>saubere Schau<< ab. Das ist mutig! Man kann jetzt nur hoffen dass ARGE, TGD und Veterinäramt für eine strikte Umsetzung sorgen und einheitliche Bedingungen für alle Beschicker gewährleisten. Die Meßlatte ist hoch!

 

Gespannt sind wir alle auf Preisrichter Peter Stückler aus der Steiermark. Welche Art Kuh wird er nach vorne stellen? Die Steiermark ist dafür bekannt dafür, dass Wirtschaftlichkeit dort einen hohen Stellenwert hat. Das kommt dem deutschen Zuchtziel sehr nahe.

mehr lesen 4 Kommentare

Das Ende der Fahnenstange!

Michael Horsch ist Geschäftsführer der Horsch Maschinen GmbH. Das Unternehmen entwickelt Bodenbearbeitungsgeräte, Feldspritzen und Sämaschinen für große Ackerbaubetriebe weltweit. Auf dem Kongress Farm and Food 4.0  in Berlin erschütterte er mit einigen Aussagen die Branche. Horsch der jahrelang das Rad des betrieblichen Wachstums mit der Entwicklung immer größeren und effizienteren Maschinen angeschoben hat, glaubt das der Zenit überschritten ist. Diesen Vortrag muss man gehört haben! Auch für Milchviehhalter, Molkeristen und Züchter ergeben sich daraus alternative Sichtweisen. Wenn man sie zulässt!

mehr lesen 0 Kommentare

SRB Schau Buchloe 2017

Nach drei Jahren kürt der SRB in Buchloe wieder einen Bayern-Champ. Hier die Gruppensieger mit Bildunterschrift und Foto.

mehr lesen 0 Kommentare

Nachwort zu Wieser-Theorie

Starbuck Fanfare nach ihrem für meinen Geschmack besten Auftritt ihrer Schaukarriere, auf der BZG Schau in Unterthingau. Ihr seht, Fotos machen konnte ich auch.
Starbuck Fanfare nach ihrem für meinen Geschmack besten Auftritt ihrer Schaukarriere, auf der BZG Schau in Unterthingau. Ihr seht, Fotos machen konnte ich auch.

Zu meinem letzten Blogartikel haben mich einige Mails erreicht. Dabei ist mir aufgefallen, dass es ein Missverständnis gibt. Ich denke Martin wollte mit seinen Ausführungen nicht die europäische Genetik schlechtreden und die amerikanische in den Himmel loben. Ihm ginge es wohl eher darum das Bewusstsein zu schärfen, dass es sich bei unserer europäischen BV-Population um eine Kreuzungsrasse handelt und dass dies eine besondere Herangehensweise erfordert.

mehr lesen

Neue Ansätze für die Zucht

Auf der Jahresversammlung der BZG Marktoberdorf in Ruderatshofen trafen im Laufe der Veranstaltung zwei grundlegend verschiedene Zuchtstrategien aufeinander. Während Zuchtleiter Dr. Franz Birkenmaier die genomische Zuchtwertschätzung mit massivem finanziellen und bürokratischem Aufwand sicherer machen möchte, stellte Zuchtberater Martin Wieser das System an sich in Frage. Zuechterblog.com stellen an dieser Stelle beide Modelle vor.

mehr lesen

>>leichtfüttrig<<  =  effizient

Braunvieh steht in einem hartem Wettbewerb mit den Rassen Holstein und Fleckvieh. Meiner Meinung nach ist das Braunvieh der Konkurrenz aus einem ganz entscheidenden Grund überlegen, Braunvieh ist effizienter oder wie man unter Milchviehaltern früher sagte, >>leichtfüttrig<<.

Was damit gemeint ist versuche ich im folgenden Beitrag zu beschreiben.

mehr lesen 1 Kommentare

BZG Versammlung mit Martin Wieser

>>Endlosschleife BZG Versammlung<<, ziemlich genau vor einem Jahr habe ich einen Blogbeitrag zu diesem Thema veröffentlicht. Ich appellierte damals an die Kreativität der BZG-Vorstände , sie sollten doch diesen wichtigen Veranstaltung mehr Augenmerk schenken und sie interessanter gestalten. Ich weiß nicht ob Richard Schindele, Vorstand der BZG MOD, meinen Beitrag gelesen hat, interessant wird es am 20. Januar aber allemal werden.

 

Der unabhängige Zuchtberater Martin Wieser wird das Hauptreferent halten. Kaum ein anderer verfügt in Deutschland über ein so vielschichtiges Wissen über die Braunviehzucht mit ihren verschiedenen Bullen- und Kuhlinien. Auch seine Zuchtstrategie ist etwas anders, als die der offiziellen Zuchtberatung. Mit seinem Engagement und dem Mut anders zu denken hat er in der Vergangenheit oft angeeckt. Um so bemerkenswerter ist es, dass ihn die BZG Marktoberdorf auf ihrer Versammlung am 20. Januar als Hauptreferenten  eingeladen hat. Unterschiedliche Meinungen und Zuchtstrategien werden an diesem Tag aufeinandertreffen.

 

Die BZG Marktoberdorf leistet sich als eine der wenigen BZGs innerhalb der AHG den Luxus einer Tagesveranstaltung. Martin Wieser, steht am Nachmittag (ca. ab 13:30 Uhr)  auf dem Programm.

 

Ich hoffe ich lehne mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster, aber der Walburgsaal in Ruderatshofen ist groß. Sicherlich findet auch das ein oder andere  Nicht-BZG-Mitglied einen  Platz im Saal. Ich finde es wäre schade, wenn Martin Wieser vor halbvollen Rängen referieren müsste.

 

Termin:

 

20. Januar

Gasthof Walburg, Ruderatshofen.

Die Versammlung beginnt offiziell um 9:30 Uhr

Martin Wieser referiert am Nachmittag circa ab 13:30 Uhr.

 

 

A guad´s nuis Joahr!

Liebe Zuechterkollegen,

 

die besinnliche Weihnachtszeit ist vorbei, und wir starten in ein neues Jahr. Ich habe die zwei Wochen für eine Blogpause genutzt. Zwischendurch ist es wichtig etwas Distanz zu dem was man macht zu bekommen.

Dabei ist mir etwas klar geworden,  Bloggen kostet Kraft!

 

Aus diesem Grund werde ich etwas ändern. Besonders die Betreuung und Moderation der Diskussion kostet ungemein viel Aufmerksamkeit und Arbeit, ich werde deshalb  vorerst auf die Kommentarfunktion verzichten.

 

Das ist natürlich schade, denn gerade die Kommentare der zahlreichen Zuchtexperten aus nah und fern , hat ihn bereichert und interessant gemacht. Doch jede Medaille hat zwei Seiten, die hohe Zahl der anonym auftretenden Beitragsschreiber hat mich am Ende dazu gezwungen die Diskussion zu moderieren und das kostet ungemein viel Zeit und Aufmerksamkeit. Diese Zeit habe ich leider nicht! 

 

Trotzdem möchte ich auf die Diskussion mit meinen Lesern nicht ganz verzichten, über Mail (info@agrarschreiber.de) bin ich auch in Zukunft zu erreichen und freue mich über Euer Feedback. 

Shiloh Brookings Cadence-ET

Cadence ist wohl aktuell der heißeste töchtergeprüfte Bulle den die aktuelle Schätzung hervorbrachte. Mit über 100 Töchtern legte er im Zuchtwert deutlich zu und präsentiert sich als guter Allrounder. Mit der Töchterfolge Brookings x Wonderment x Pronto x Denmark ist er in Europa breit einsetzbar. Seine Kuhfamilie ist geht wie Bosephus und Bush auf die Prophet Bloom zurück. Ich selber werde Cadence gezielt auf meine kleinen Kühe einsetzen. Hier das US-Zuchtwertblatt und einige Bilder seiner Familie und seiner ersten Töchter.

mehr lesen 16 Kommentare

La Rainbow Butterfly Dynamite

 Der Name La Rainbow Butterfly Dynamite ist in den vergangenen Tagen einige Male hier auf dem Blog gefallen. Hier wie versprochen ein kurzer Überblick über seine Familie.  

mehr lesen 8 Kommentare

Nur noch traurig!

Nein, eine Analyse der Zuchtwertschätzung gibt es an dieser Stelle nicht mehr. Es ist schade um jede Minute wo man sich mit diesem Mist noch abgibt. Da werden brave Bauern von Leuten die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben für blöd verkauft. 

 

Mein Tipp ganz ohne Gewähr - deckt mit euren eigenen Bullen! Schlimmer als mit der genomischen Selektion kann es nicht kommen.

 

 

10 Kommentare

Vintage: Film ab!

mehr lesen 0 Kommentare

Die schönsten Viecher!

Habe aktuell Abkalbesaison und finde deshalb kaum Zeit zum Schreiben. Trotzdem an dieser Stelle was nettes  vom heutigen Markt in Kempten.

Zu Besuch war eine Schülergruppe vom Berufsbildungszentrum direkt gegenüber. Lauter junge Burschen, ohne landwirtschaftlichen Hintergrund. Vier Jungs gingen an mir vorbei und unterhielten sich. Der eine sagte: >>Die braunen Kühe sind einfach die schönsten Viecher!<<. Ich habe mich gleich umgedreht und habe ihm laut beigepflichtet.

 

Der Markt ist ganz gut gelaufen und auch die Qualität der Kühe war in Ordnung. Aufgefallen sind mir die relativ vielen AG Point Töchter. Mittelrahmige Kühe mit passablen Eutern, etwas schlampiger Oberlinie und guter Leistung. Auch die teuerste Kuh des Marktes war eine Point. Habt ihr Erfahrungen mit Point ?

 

Das Foto zeigt das Euter einer Durham-Tochter (MV Vasir).  Sie war die erste Jungkuh! Über 30 Liter Milch bei guter Melkbarkeit. Junge rahmige Kuh mit bestem Euter und tollem Fundament. Habt Ihr auch Infos von Durham? 

 

Habe mitbekommen, dass einige von Euch in Brunegg auf der Nachzuchtschau von Swissgenetics waren. Unter anderem waren auch Töchter von Salomon, Glorino und dem Euterspezialisten Tenndith ausgestellt. Und wie waren sie? Welchen Bullen sollten wir einsetzen?

 

In Bozen war Elite, die Vivid-Töchter haben einen guten Eindruck hinterlassen. Mittelrahmige, robuste Kühe mit guten Eutern. Wer weiß mehr? 

 

 

mehr lesen 6 Kommentare

Was ist eine gute Kuh?

Jedes Jahr werden auf den Zuchtveranstaltungen quer durch die Republik Züchter mit besonders hohen Einzel- und Herdenleistungen geehrt und ausgezeichnet. Ich bezweifle an dieser Stelle dass es dabei ausschließlich um Zucht geht. Nein, es geht vor allem um Management und Fütterung! Hier werden in erster Linie Bauern ausgezeichnet die ihre Genetik gut bis maximal ausfüttern können.

mehr lesen

Ist das Zuchtfortschritt???

Die WDE in Madison ist das Mekka der Holsteinzucht. Ich weiß nicht genau wann Goldwyn geboren wurde, es liegt aber bestimmt mehr als 15 Jahre zurück. Auf der Expo holte er sich in diesem Jahr zum achten Mal den Titel Premier Sire. Das heißt, kein anderer Bulle holte sich so viele gute Platzierungen wie Goldwyn. Da stellt sich natürlich schon die Frage, wo sind die ganzen Töchter der jungen Vererber? Holstein ist die Population mit der längsten Erfahrung in der genomischen Selektion. Ganze Heerscharen von extrem hochgeschätzten genomischen Jungvererbern wurden seitdem auf die Züchter losgelassen. Ein uralter Bulle ist ihnen zumindest in Madison haushoch überlegen. Wo bleibt da der so oft gerühmte Zuchtfortschritt? Grand Champion in Madison wurde übrigens eine Durham-Tochter. Durham ist glaube ich noch älter als Goldwyn. Sogar bei den Jungkühen glänzte Goldwyn vor allen anderen.  Und wo liegt sein Zuchtwert heute?

Ich glaube, der Zuchtfortschritt findet auch bei den Holsteins nur auf dem Papier statt. Damit immer wieder neue junge Bullen ohne Sicherheit zu Höchstpreisen verkauft werden können.

 

 

6 Kommentare

Nicht einschüchtern lassen

 

Zuechterblog.com hat in den vergangenen Monaten auch immer wieder kritisch hinterfragt ob wirklich alles so toll ist wie es uns seit Jahren von verschiedenen Seiten vorgegaukelt wird. Das Braunvieh hat in den letzten 20 Jahren massiv an Einfluss verloren. Der Grund? Wir stehen in Wettbewerb mit anderen Rassen und das Braunvieh tut sich in diesem Wettbewerb zunehmend schwer. Die Erstbesamungs- und Herdbuchzahlen sprechen hier eine ganz deutliche Sprache.

Gerade für uns Züchter ist das ein riesiges Problem. Wir sind darauf angewiesen, dass die Zuchtviehmärkte gut laufen, dass im Export die Nachfrage hoch ist und auch dass unsere Zuchtbullen von den Stationen gut bezahlt werden. Dem einfachen Milcherzeuger ist das egal, er hat die Alternative und wenn er unzufrieden ist dann wechselt er die Rasse.

Wir Züchter müssen uns darum kümmern, dass unsere Rasse attraktiv bleibt. 

 

Dass ich das offen anspreche ist natürlich auch manchen Leuten ein Dorn im Auge. Einzelne fahren seit einigen Wochen unter falschem Namen massive Störmanöver gegen diesen Blog. Aus ihren Kommentaren kann man aber sehr gut ablesen aus welcher Ecke sie kommen und welche Feindbilder sie pflegen.

 

Ich habe lange überlegt wie ich damit umgehen soll und habe jetzt eine Lösung gefunden.

Diskutiert werden kann von nun an nur noch der oberste Bericht, alle anderen Diskussionen sind geschlossen.

 

Dies bringt mehrere Vorteile. Alle Besucher sehen alle neuen Kommentare immer an oberster Stelle. Auch ich bin immer sofort informiert wo was steht und ob ich als Moderator reagieren muss.

 

Durch das neue System bleibt der Blog sauber und die Diskussion offen und fair.

 

 

 

 

 

 

0 Kommentare

Fehlerteufel

Ich wurde gerade auf einen Tippfehler aufmerksam gemacht. Meine Mailadresse heißt nicht

                  info@agrarschreibe.de

                                    

                                              sondern ...

 

 info@agrarschreiber.de

 

 

Entschuldigung Hans!

Ich muss mich an dieser Stelle bei einigen Züchtern entschuldigen, allen vorweg bei Hans Grath. Auf diesem Blog war über 6 Stunden der Kommentar eines anonym schreibenden Gastes online geschaltet, der weit unter die Gürtellinie ging. Dies war nicht in meinem Sinne und es tut mir wahnsinnig Leid.

 

Mich haben nach der Schau ganz viele solcher Einträge erreicht. Primitiv, bösartig und feige, weil nicht unter echtem Namen verfasst. Dies war der Hauptgrund warum ich  mit dem Gedanken gespielt habe, diesen Blog ganz aufzugeben. Ich war teils maßlos enttäuscht über das Niveau einiger Einträge. Ich habe darauf hin alle Beiträge offline gestellt, die sich dem kritischen Thema Schauwesen widmeten. Der Kommentar über den Jahrestag von Willy Allemann stand dann an oberster Stelle. Allerdings, und das war mein Fehler den ich jetzt sehr bedaure, die Diskussionseinstellung war freigeschalten und nicht moderiert. Sprich jeder Besucher hatte die Möglichkeit seinen Eintrag sofort online zu posten. Ich war den ganzen Tag betrieblich eingespannt wurde erst am Abend von einem guten Bekannten auf das Problem aufmerksam gemacht. Ich habe darauf hin die Diskussion sofort beendet und die Kommentare gelöscht. Viel zu spät!

 

Ich denke zwar, dass die meisten Besucher den Eintrag bei Willy nicht gelesen haben, dennoch ist dies nicht zu entschuldigen und leider kann ich es nicht ungeschehen machen.

 

Aber, ich werde Konsequenzen daraus ziehen. Vorerst werde ich die Diskussionsfunktion ausschalten. Wer einen Kommentar abgeben möchte muss mir direkt eine Mail an info@agrarschreiber.de senden. Ich werde, sie dann kopieren und im Blog veröffentlichen. Ich denke für diejenigen die eh unter ihrem Namen aufgetreten sind, wird das kein Problem sein, alle anonymen Gäste sind raus.  

 

Lieber spät lernen, als nie!

 

1 Kommentare

Und weiter!

 

 

Ich habe heute schon sehr viele Anrufe und Mails erhalten , die meisten fanden es sehr schade dass ich die Diskussion unterbrochen habe, zeigten aber durchaus Verständnis für meine Entscheidung.

 

Trotzdem bin ich Euch natürlich einige Erklärungen schuldig.

 

 

Zuerst einmal die Erklärung warum ich die Diskussion unterbrochen habe. Ich bin weder bestochen, noch bedroht, noch beleidigt worden. Der eigentliche Grund ist der, dass ich selber etwas erschrocken bin über den Geist den ich aus der Flasche gelassen habe. Leute er ist groß, sehr groß. Allein in den letzten 72 Stunden wurde diese Seite über 3.000 Mal angeklickt, in diesem Monat insgesamt schon 11.000 Mal.

 

Dieser Blog bietet jedem die Chance sich an der Diskussion zu beteiligen. Das tun aber nur ganz Wenige, was ich bedaure. Was ich aber noch mehr bedaure ist die Tatsache, dass einige anonyme Gäste diesen Blog benutzen um ihren Frust abzuladen. Das wäre auch noch nicht das Schlimmste, Frust kann sich bei genauem beobachten des Zuchtgeschehens (übrigens über alle Rassen hinweg) massenhaft ansammeln, aber wenn es darum geht persönliche Rechnungen zu begleichen, dann hört der Spaß bei mir auf. Letztendlich fällt mir das am Ende alles auf die Füße. Blogger ist man an 365 Tagen rund um die Uhr. Da kommt einfach hin und wieder das Bedürfnis durch, den Stecker zu ziehen. So wie vorgestern Abend geschehen.

 

Dieser Blog und das dürfte jeder mittlerweile verstanden haben, ist keine Werbeveranstaltung für das Braunvieh. Er ist eigentlich eine Kampfansage gegen das aktuelle System der Rinderzucht wie wir es in Bayern, Baden-Wü, Österreich, Italien und der Schweiz kennen . Die Hauptfiguren dieses Systems sind die Zuchtverbände, die staatliche Zuchtleitung (wenn installiert), die Besamungsstationen.   Auch die Presse und natürlich auch die ehrenamtlichen Funktionäre spielen eine Rolle. Übrigens für das Fleckvieh in Bayern gilt das Selbe.

Ich werde im restlichen Bericht der Einfachheit wegen nur noch vom `System´ sprechen. Ich denke Ihr wisst wer und was gemeint ist.

 

Viele sagen zu mir: Dein Blog ist mir zu negativ. Dazu muss ich sagen, dies ist keine Tupperparty!  Es ist eine Art Aufstand, ein Aufbegehren gegen das System. Wer sich hier aufhält, muss sich dessen bewusst sein. Tupperpartys gibt es woanders.

 

Einige Jungzüchter haben Angst davor dass ich das Schauwesen kille. Ich bin davon überzeugt dass wir in 12 Monaten überall neue und strengere Schauordnungen haben werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns alle daran gewöhnen werden, wieder normal gefüllte Euter auf Schauen zu sehen. Ich bin davon überzeugt, dass das wiederum mehr Züchter zum ausstellen ihrer Tiere animieren wird und Schauen dadurch wieder attraktiver werden. Für Aussteller und Besucher!

Die Jugend fordere ich auf diesen Prozess weiter positiv zu unterstützen und den Standard immer zu hinterfragen.

 

Missverständnisse gibt es dabei, dass viele davon ausgehen, dass ich weil ich das System angreife, auch die Personen darin angreife. Das stimmt nicht! Das System heißt System, weil es System hat. Das System, hat eigentlich nur einen einzige Aufgabe, es muss sich selbst erhalten. Viele geraten gänzlich unschuldig in den Sog des Systems und dienen ihm unbewusst.  Jedes System hat eine Kommandozentrale. Bei der Braunviehzucht in Bayern sitzt dieses nicht in Kempten wie viele glauben, sondern in der Ludwigsstraße in München. Die grauen Herren die es sich erdacht haben und am Leben  erhalten, kennen die meisten gar nicht. Schändlich allerdings verhalten sich jene die die Funktion des Systems kennen, davon profitieren und es schütz  en. Ähnlich wie in Bayern funktionieren die Systeme natürlich auch in der Schweiz, in Baden Württemberg in Tirol und in Südtirol. Nur die Konstellationen sind etwas anders.  

Die Menschen im System fordere ich auf das System von innen heraus zu hinterfragen und die Zugbrücken herunterzulassen. Das System lebt von den Kühen und Züchtern, wenn diese verlorengehen, trocknet es aus.

 

Nun zu einer entscheidenden Frage: Warum greife ich das System mit diesem Blog an?

Weil das System der Rasse Braunvieh schadet, seit sehr vielen Jahren. Dass ist eine bittere Wahrheit. Wir werden mit ihr täglich in den Ställen, auf den Märkten und auf den Weiden konfrontiert. 

 

 

Die ganze Braunviehzucht ist ein Fall für den Unternehmensberater, ein Sanierungsfall.

 

Schon 2011 hat die Interessengemeinschaft Braunvieh (IGBV) das erkannt und unter der Teilnahme von über 140 Züchtern aus Bayern im Gasthof Adler in Altdorf einen 10-Punkteplan mit großer Mehrheit verabschiedet und den damaligen Vorsitzenden Schütz und Nieberle überreicht.

Was ist daraus geworden?

 

Manches davon ist im Kleinen angegangen worden, doch nicht konsequent genug.

 

Dieses Defizit war letztlich der Ausgangspunkt für diesen Blog.

 

Hier zur Erinnerung:

 

 

  1. Die Braunviehzüchter wollen einen starken selbständigen bayerischen Braunviehzuchtverband. Einzellösungen und rasseübergreifende Zusammenschlüsse im Bereich der Zucht und Herbuchführung sind kontraproduktiv. Die Fortführung dezentraler Beratung und Vermarktung macht vorerst weiterhin Sinn.

     

  2. Die AHG braucht jetzt einen eigenen Geschäftsführer mit Schlüsselkompetenzen in den Bereichen Zucht, Personal und Verwaltung. Er muss unabhängig vom staatlichen Zuchtleiter agieren können.

     

  3. Neuordnung der staatlichen Zuständigkeit. Die IGBV fordert keinen kompletten Rückzug, sondern eine Neudefinition der Aufgaben. In den sensiblen Bereichen Zuchtwertschätzung und Nachkommenprüfung ist ein staatlich neutrales Engagement weiterhin unerlässlich. Die direkte Zuchtarbeit gehört in die Hände der Züchter.

     

  4. Aufbau demokratischer Strukturen mit Direktwahl der Führungspersonen.

     

  5. Die Braunviehzucht braucht eine Imageoffensive nach außen. Diese muss das Braunvieh als zukunftsfähige, moderne, wirtschaftliche Rasse darstellen. Braunvieh ist keine Alternative, Braunvieh ist das Maß der Dinge.

     

  6. Die Braunviehzucht braucht eine Imageoffensive nach innen. Professionelle, regelmäßige Informationsmedien für Mitglieder, Infofahrten, Tierschauen, Preisrichter- und Tierbeurteilungsseminare, Embryonen- und Tiervermittlungsbörsen sind wichtig und die Züchter zu motivieren.

     

  7. Die Braunviehzucht braucht eine braunviehspezifische Zuchtwertschätzung. Der Braunviehzuchtverband gibt hier die Richtung vor. Rassespezifische Vorteile wie z.B. Langlebigkeit, Spätreife und Persistenz müssen darin stärker gewertet werden. Wir brauchen keine Holsteinkuh im braunen Kleid.  

     

  8. Die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Zuchtwertschätzung muss weiter ausgebaut werden. Themen wie beispielsweise Grundfuttereffizienz, Klimawandel, Nutzung von Grenzstandorten müssen berücksichtigt werden.

     

  9. Im Bereich der genomischen Zuchtwertschätzung ist die Position der Züchter zu stärken. Der Markt um positiv getestete Tiere muss dem Züchter des interessanten Einzeltieres zugänglich sein. Angebot und Nachfrage sollten den Preis regeln. Wettbewerb darf nicht durch enge Vertragsknebeln unterbunden werden. Der Zuchtverband muss sich hier vor seine Mitglieder stellen und ihre Interessen gegenüber den Besamungsstationen wahren. 

     

  10.  Ein zentrales Braunviehzentrum macht Sinn wenn der rasante Abwärtstrend in der Bestandsentwicklung gestoppt ist und Braunvieh wieder mit vielseitigen Vermarktungsperspektiven aufwarten kann.

     

     

 

Es geht also weiter auf zuechterblog.com. Bedanken möchte ich mich bei allen die mir gestern gut zugeredet haben und mich darin bestärkten weiterzumachen.

 

 

Alle die da draußen erkannt haben, dass Veränderungen überfällig sind, möchte ich dazu motivieren diese Plattform als Meinungsplattform zu nutzen. Bitte unter Eurem richtigen Namen.

 

 

Abschließend möchte ich Hans und Christoph Grath zum Sieg auf der Viehschau in Buchloe gratulieren. Leider (war aber auch schön) saß ich auf den Zuschauerrängen und konnte von dort nur dieses Bild schießen.

Auch allen anderen gekränkten Ausstellern möchte an dieser Stelle die Hand reichen. Mein Kampf für faire Schaubedingungen ist kein Kampf gegen Euch. Gute Kühe werden immer gute Kühe bleiben und gute Züchter werden auch in Zukunft den Sieg davontragen.

Die Diskussion der letzten Wochen wurde mit harten Bandagen geführt. Buchloe war ein Neuanfang. Ich denke keiner ist mir böse wenn wir die alten  Beiträge hinter uns lassen und jetzt nach vorne blicken. 

 

In diesem Sinne

 

Mach mer weiter!

 

 

 

 

 

 

mehr lesen 1 Kommentare

Zuechterblog in Sommerpause

Geehrte Leser, liebe Züchterfreunde,

 

die Zuchtwertschätzung steht kurz bevor, seit 20 Jahren ist kaum eine vergangen, die ich nicht für irgend eine Zeitschrift kommentiert habe. Doch nach der Schätzung war immer vor der Schätzung. Der einzelne Schätztermin sagt nicht über die Qualität eines Bullen aus, es ist immer der Trend der entscheidet. Diese Schätzung wird daran nichts ändern. Es werden wieder einige junge genomische Kandidaten mit 5 bis 20 Töchtern und einem Probemelken mit tollen Zuchtwerten die Spitze erklimmen. In Deutschland mit großer Sicherheit irgend ein Huray-Blut auf der Mutterseite, in der Schweiz irgendwas mit Glenn. Ich möchte Euch an dieser Stelle nicht mit diesen Spekulationen langweilen. Seit fast 12 Monaten schreibe ich nun diesen Blog, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, doch jetzt ist die Zeit für eine kleine Pause gekommen. Vom 02. bis 31. August werde ich keine neuen Artikel schreiben und auch keine Kommentare (außer zu Willy A.) veröffentlichen. Wünsche Euch schöne Ferien und eine hoffentlich aufschlussreiche ZWS!

 

Züchtergruß

 

Gerhard Metz

 

 

mehr lesen 0 Kommentare

Danke Willy Allemann!

Heute am Nationalfeiertag der Schweiz hatte der große Braunviehkenner und Braunviehwisser Willy Allemann Geburtstag, er wäre 65 Jahre alt geworden. Der Braunviehzucht hat er einen Schatz an Informationen über Bullen und deren Kuhfamilien hinterlassen. Sein guter Freund Christian Schild nahm dies zum Anlass und sendete mir den folgenden Blog-Artikel zu.

mehr lesen 4 Kommentare

True Type Cow

Auch wenn es ein offiziell formuliertes Zuchtziel der Zuchtverbände und Besamungsorganisationen gibt, so hat doch jeder engagierte Züchter sein eigenes Zuchtziel im Kopf. Ein Ziel das zu  seinem Stall, seiner  Fütterung und überhaupt zu seiner Einstellung zur Milchviehhaltung im Allgemeinen passt. Im Englischen wir dieses Ziel oft mit dem Begriff `True-Type` beschrieben. Ich habe aktuell eine Kuh im Stall die die meinen True Type sehr gut widerspiegelt. Diese Kuh und den außergewöhnlichen Weg der mich zu ihr führte, werde ich Euch an dieser Stelle vorstellen. Ich weiß jetzt schon dem ein oder anderen wird diese Kuh nicht gefallen, darum geht es aber auch nicht. Dieser Bericht will vielmehr aufzeigen, dass jeder Züchter es selbst in der Hand hat mit welchen Kühen er arbeiten will und dass es genug unkonventionelle Wege gibt, die ans Ziel führen.

 

 

mehr lesen 2 Kommentare

Diskussion moderieren

Leider sind wir in den letzten Tagen etwas vom Thema Rinderzucht abgekommen. Der Grund waren einige unsachliche und persönlich verletzende Angriffe eines anonym auftretenden Besuchers. Ich persönlich stelle mich in diesem Blog jeder sachlichen Kritik, sie bereichert diese Seite und liefert auch mir neue Denkanstöße. Nichts was ich hier schreibe ist endgültig, verbindlich oder gar missionarisch gemeint.  Sollte es an dieser Stelle Missverständnisse geben bin ich gerne zum persönlichen Gespräch bereit, meine Kontaktdaten finden sich im Impressum.

Was ich aber nicht länger tolerieren kann sind Beleidigungen und Beschimpfungen anonym auftretender Besucher. Dies zwingt mich dazu die Diskussion von jetzt an zu kommentieren. Jeder Kommentar von Euch bleibt solange verborgen, bis er von mir freigeschalten wird. Dies kann zu Verzögerungen führen, da ich natürlich nicht rund um die Uhr am PC sitze. Ich bitte an dieser Stelle um Euer Verständnis und Eure Geduld. Mit Zensur hat das nichts zu tun, es sichert vielmehr eine sachliche Diskussion und garantiert den Schutz aller Beteiligten.

2 Kommentare

Swissgenetics auf US-Tour

>>Amis<< haben die Braunviehzucht über Jahrzehnte hinweg geprägt, in den letzten Jahren ist die Quelle aus Übersee aber nach und nach versiegt, es kam nichts Brauchbares mehr . Gibt es nichts, oder ist das Interesse unsererseits erloschen? Swissgenetics hält zumindest den Kontakt zu NewGeneration aufrecht und hat sechs Nachzuchten von den Stieren Durham, Bosephus, Bush, Jackson, Whiskey und Twilight in der aktuellen TORO-Ausgabe beschrieben. Durham, Jackson und Twilight  wurden in Europa als genomische Jungvererber eingesetzt.

Werner Duss von Swissgenetics war in den Staaten und hat den interessanten Bericht geschrieben. Obwohl er ausführlich formuliert ist, habe ich noch Fragen.

mehr lesen 9 Kommentare

Zucht(fort)schritte!

Beim durchforsten meiner Festplatte bin ich auf einige alte Bilder gestoßen, welche mir deutlich gemacht haben dass Zuchtfortschritt immer relativ ist. Auf dem Foto seht ihr Vigate Ibille, einer der wichtigsten Bausteine unserer I-Familie. Ibille haben wir hier etwas unprofessionell mit über 100.000 kg Milch und einer aktuellen Tagesleistung von 60 kg Milch fotografiert. Das Ganze ist bestimmt 20 Jahre her. Danach gab sie nochmal 25.000 kg Milch. Nie mehr hat seitdem eine Kuh bei uns soviel Milch gegeben. Andererseits sind wir in puncto Euter weitergekommen und das ist gut so, denn unser Roboter käme damit nicht klar.  Im Anhang findet Ihr einige Fotos von Ibilles Nachkommen, von damals bis heute.

mehr lesen 9 Kommentare

Reform des Schauwesens unumgänglich

mehr lesen 0 Kommentare

Braucht die Schauszene klare Regelungen in Bezug auf den Tierschutz und wie könnten diese aussehen?

Kühlen eines Euters mit Eisbeutel auf einer Schau.
Kühlen eines Euters mit Eisbeutel auf einer Schau.

Nachdem wir an anderer Stelle nun sehr intensiv über das Für und Wider von Manipulationen auf Schauen diskutiert haben, möchte ich nun die Diskussion auf die Lösungsansätze lenken. Ich bitte an dieser Stelle um konkrete Vorschläge.

 

Meine Fragen:

1. Braucht die Schauszene klare Regelungen in Bezug auf den Tierschutz ?

Ja oder Nein?

 

2. Wie könnten diese Regelungen aussehen?

 

Bitte beantwortet jeweils nur die beiden Fragen und nehmt nicht Bezug auf vorherige Kommentare. Ich möchte an dieser Stelle einfach Euer Meinungsbild.

Die Diskussion über Sinn und Unsinn der Vorschläge sparen wir uns für einen späteren Zeitpunkt auf.

 

Weil das doch etwas Disziplin erfordert, werde ich diese Diskussion ausnahmsweise moderieren.  Ihr schickt mir Eure Antworten und ich schalte sie unzensiert frei. Kommentare zu vorherigen Antworten werden unterdrückt.

 

Danke für Euer Verständnis! 

 

 

 

32 Kommentare

Genomnichts - ein Experte packt aus!

Kürzlich erhielt ich von

Gerard Scheepens, Geschäftsführer von K.I. Samen aus den Niederlanden folgende Mail : >>

Es hat mich gefreut um ihre Blog zu lesen. Ich bin einer der Kritiker von dem ganzen Genomnichts in die Niederlande. Im 2012 habe Ich im Köln ein Vortrag gegeben und die habe ich zugefügt vielleicht können Sie die Information benutzen. Wann Sie Fragen haben über die Genomnichts, denn bin Ich immer bereit Ihnen mehr Information darüber zu geben.

In die Niederlande ist die damalige Nummer 1 von Amerika, der 2 Jahren lang die Nummer 1 war, jetzt nicht unter die erste 1000 in die Niederlande!?! <<

Im Anhang der Mail fand sich die PowerPoint Präsentation seines Vortrages den er in Köln gehalten hatte. Er erlaubte mir diese an dieser Stelle zu veröffentlichen.

 

Ich denke das wird für ausreichend Diskussionsstoff sorgen. Nochmals Scheepens leitet selber erfolgreich eine Besamungsstation. Er ist ein Praktiker der sich täglich mit Besamungsbullen, deren Zuchtwerten und deren >>reeller<< Vererbung auseinandersetzt.

 

Ich bedanke mich bei Herrn Gerard Scheepens für diese fachliche Expertise!

 

mehr lesen 11 Kommentare

Mein erster Blooming

Erst mal allen Vätern alles Gute zum Vatertag! Meine Kinder sind auf Wallfahrt in die Wies und um meine Hütte weht ein eisiger Ostwind. Wie gut wenn man da einen Blog hat!

 

Habe mein erstes Blooming Kuhkalb bekommen. Es stammt aus einer kleinen, breiten und tiefen Hucos, deren Vater wiederum Etpat war.

Eigentlich hätte ich einen Belgier nehmen müssen, aber die Versuchung hier mit Blooming etwas mehr Rahmen reinzubringen war einfach zu groß und jetzt habe ich den Salat.

mehr lesen 18 Kommentare

ICC$ Index - braune Kuh im schwarzbunten Kleid

Bin heute auf ein Prospekt des Genetikanbieters CRI aufmerksam geworden. Darin werden Bullen mit einem hohen ICC Index angeboten. CRI berechnet diesen Index selber und hebt damit Holsteinvererber hervor, welche dabei helfen sollen die ideale kommerzielle Kuh (Ideal Commercial Cow ICC)  zu züchten. Ich fragte mich wo sind die ICC Bullen beim Braunvieh?

mehr lesen 27 Kommentare

Volle Euter ein Verstoß gegen den Tierschutz!

mehr lesen 48 Kommentare

Sinus Sinatra deckt!

Zur Auflockerung mal wieder was in eigener Sache. Habe heute meinem jährigen Bullen das Arbeiten beigebracht. Nach drei hoffnungslosen Versuchen, haben jetzt zwei Flachen Rotwein ein Wunder bewirkt.

mehr lesen 9 Kommentare

Genomics - die Blase platzt

Nach fünf Jahren genomischer Selektion, zieht die LfL die Reißleine und korrigiert ihr Schätzmodell. Die Goldgräberstimmung im Lager der Genomic-Beführworter scheint vorerst vorüber zu sein. Den Schaden und das ist mittlerweile klar, tragen die Milchviehalter, die Züchter und die Rasse im Ganzen. In Grub macht man weiter und läutet die nächste Runde des Wahnsinns ein!

 

mehr lesen 20 Kommentare

Kuhfeuerwerk Teil 2: Holstein-Austria siegt!

Gesamtsiegerin Holstein: Atwood Royal von Rupert Wenger Maishofen
Gesamtsiegerin Holstein: Atwood Royal von Rupert Wenger Maishofen

Das Madison des Allgäus - so könnte man das Kuhfeuerwerk welches am vergangenen Wochenende in Görisried stattfand auch nennen. Die Holsteinkonkurrenz fand auf extrem hohem Niveau statt und wurde fast ausschließlich von österreichischen Kühen dominiert.

mehr lesen 12 Kommentare

Kuhfeuerwerk Fantasien

Stuward Fantasia vom Betrieb Grath gewinnt die Braunviehkonkurrenz des 3. Kuhfeuerwerks in Görisried. Ich werde die Schau in mehrere Berichte aufteilen und zuerst ist ein Portrait der Siegerin an der Reihe!

mehr lesen 19 Kommentare

ZWS - Wer glaubt wird selig, wer nicht glaubt wird erfolgreich sein

Vassli-Nachzuchtgruppe
Vassli-Nachzuchtgruppe

Nach einer Verschnaufpause meinerseits, habe nebenher noch eine kleine LWS, hier einige Gedanken und Auswertungen zum aktuellen Schätztermin.

mehr lesen 8 Kommentare

Persistenz als Lebensretter

Drittkalbskuh Eginell Kleine
Drittkalbskuh Eginell Kleine

Die ausgesprochen gute Persistenz des Braunviehs ist im Rassevergleich meiner Meinung nach eine der größten Stärken.

Am Beispiel meiner Drittkalbskuh >>Kleine<< ist mir dies wieder bewusst geworden.

Kleine kalbte am 12.11.2014 und zickte in puncto Fruchtbarkeit 434 Tage herum. In dieser Zeit leistete sie 17.194 kg Milch und gibt aktuell immer noch 28.5 kg Milch. Mittlerweile ist sie 8 Wochen trächtig (Vater Alino) und wird hoffentlich im Oktober 2016 zum vierten Mal kalben. Wäre sie nicht so persistent, hätte sie wohl keine Chance mehr erhalten und wäre längst beim Schlachter.

Kleine ist übrigens ein 100 prozentiges Eigengewächs, sowohl ihr Vater als auch ihr Großvater waren eigene Deckstiere. Ihre Mutter war ein Linienzuchtprodukt auf meine Ibille-Familie. Vater Husvig war ein Sohn von Ibille, bei der Mutterlinie findet sich Ibille als Urgroßmutter (Emerald x Jetway x Vigate). >>Kleines<< vollständiges Pedigree lautet daher Eginell (Egiz x Siray x Pala (Pala war ein Sohn von Ibilles Halbschwester Julia)) x Husvig x Emerald x Jetway x Vigate.  

Auf dem Foto sieht man es nicht so deutlich, Kleine ist eine kleine (WR 141) und enorm feine Kuh. Ich melke bereits eine tolle Wachau von ihr.

12 Kommentare

Gebrauchsanweisung für den Blogger

Ich habe vor 4 Monaten diesen Blog eröffnet! Aber was ist eigentlich ein Blog? In Wikipedia habe ich folgende Definition gefunden: >> Das oder auch der Blog / oder auch Weblog / (Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch) ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.

Häufig ist ein Blog eine chronologisch abwärts sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Der Blogger ist Hauptverfasser des Inhalts, und häufig sind die Beiträge aus der Ich-Perspektive geschrieben. Das Blog bildet ein Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen, je nach Professionalität bis in die Nähe einer Internet-Zeitung mit besonderem Gewicht auf Kommentaren. Oft sind auch Kommentare oder Diskussionen der Leser über einen Artikel möglich. Damit kann das Medium sowohl dem Ablegen von Notizen in einem Zettelkasten, dem Zugänglichmachen von Informationen, Gedanken und Erfahrungen, etwas untergeordnet auch der Kommunikation dienen, ähnlich einem Internetforum<<.

 

  • Also ich bin der Blogger und der Blog ist mein Tagebuch, Journal, Logbuch. Die Beiträge spiegeln ganz allein meine Meinung und Erfahrungen wieder. Sie sind deshalb immer subjektiv. Eine Zeitschrift bemüht sich immer um Objektivität, zumindest will sie das dem Leser so vermitteln.  Ich bin seit 20 Jahren als freier Journalist tätig, Objektivität gibt es im Bereich der Medien fast nirgendwo!
  • Ich habe schon zu Beginn angeboten, dass Gäste an dieser Stelle eigene Berichte und Erfahrungen auf Anfrage einstellen können. Dies war bisher kaum der Fall. Das Angebot gilt noch immer.
  • Ein Blog ist öffentlich und kostet den Besucher nichts. Das ist ein Unterschied zu einer Zeitschrift die der interessierte Leser abonniert und damit gewisse Ansprüche auch geltend machen kann. Ein Abo ist im Prinzip ein schuldrechtlicher Vertrag.
  • Der Blogger kann seinen Lesern in einem Blog die Möglichkeit geben Berichte zu kommentieren und sich dazu äußern. Er kann es ermöglichen, muss aber grundsätzlich nicht. 
  • Gleichzeitig ist der Blogger auch Moderator der Diskussion. Seine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass alle Teilnehmer sachlich argumentieren und Bezug auf das Thema nehmen. Sollte das nicht der Fall sein, kann eine Diskussion unterbrochen oder sogar Kommentare gelöscht werden. 

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentare

In eigener Sache

Am 20. Dezember freute ich mich in einem Blog-Artikel über 1.000 Besucher in 19 Tagen. An den ersten drei März-Tagen toppte zuechterblog.com dieses Ergebnis. Bei 1.044 Besuchern blieb der Zähler stehen! Züchter aus Tirol, Vorarlberg, der Schweiz, Holland, Südtirol, Frankreich, Baden-Württemberg, Bayern  und dem Rest Deutschlands haben zuechterblog.com für sich entdeckt und es werden täglich mehr!

RNR Payoff Brookings ET - ein echter Braunviehbulle!

Wuchtige Drittkalbskuh Brookings Britta von Otto Nöckl aus Doren in Vorarlberg.
Wuchtige Drittkalbskuh Brookings Britta von Otto Nöckl aus Doren in Vorarlberg.

Um Brookings ist es nach der ersten Welle seiner Töchter in Europa erst einmal sehr ruhig geworden. Die mittelrahmigen Töchter zeigten nach dem Kalben nicht unbedingt die Stärken in Exterieur und Leistung die sich viele erhofft hatten. Mittlerweile feiert Brookings sein Comeback, denn in der 2. Laktation starten viele erst richtig durch. Brookings ist damit eher Denmark als Payoff und das ist gut so!

mehr lesen 35 Kommentare

Blooming, groß, größer am größten

Blooming-Töchter dominieren aktuell in der Schweiz die Jungkuhklassen. Diese sind enorm frühreif, formatstark, haben tolle Hintereuter, super Zitzen und sind vor allem groß, sehr groß. Wer Blooming in seiner Herde einsetzt sollte das wissen und entsprechend einkalkulieren. Das Thema Voreuteraufhängung wird immer wieder aufgeworfen, eine endgültige Bewertung ist hier wohl erst möglich wenn die ersten Töchter in der zweiten bzw. dritten Laktation stehen.

 

In der Galerie einige Bilder der Blooming-Töchter, aufgenommen in Dornbirn und Sankt Gallen.

mehr lesen 12 Kommentare

IGBS-Schau der Extreme: Erster Teil >>Elisa<<

Schöne Kühe gibt es in de Schweiz viele, die IGBS zeigt in Sankt Gallen auf ihrer Vereinsschau aber die besten der Schönen. Es war eine Schau der Extreme: extrem viele Besucher, extrem viele Kühe, extreme Qualität aber auch extrem volle Euter und Preisrichterentscheidungen mit denen sich nicht unbedingt jeder identifizieren konnte.

mehr lesen 11 Kommentare

Night Grand Prix Dornbirn

Berks Julen PR, Champion Night Grand Prix Dornbirn 2016
Berks Julen PR, Champion Night Grand Prix Dornbirn 2016

Als deutscher Agrarjournalist bin ich in den letzten 20 Jahren viel herum gekommen: Die Schweiz ist immer einen Ausflug wert, in Südtirol hat man viele Freunde, Imst findet mein Auto allein, doch in Vorarlberg war ich noch nie! Gestern Abend in Dornbirn wurde mir klar was ich versäumt hatte!

 

 

 

mehr lesen 18 Kommentare

Die Zuchtleitung

In seinen BZG Vorträgen hat Zuchtleiter Dr. Franz Birkenmaier ausführlich die Vorteile der Rasse Braunvieh beschrieben. Er hat es sehr treffend formuliert: Langlebigkeit und Futtereffizienz sind Merkmale die das Braunvieh im Rassevergleich hervorheben.

 

Im folgenden Blogbeitrag werde ich mich mit der Position des Zuchtleiters auseinandersetzen und erörtern welche Konsequenzen sich daraus für uns Züchter ergeben.

mehr lesen 32 Kommentare

Yellow - Yerome - York

 

 

 

Also, nachdem ja bereits hier im Blog die Frage nach der Shottle aus Yerome gestellt wurde, lasse ich hiermit die ersten Informationen durchsickern. Ihr Name ist York!

 

 

mehr lesen 4 Kommentare

Alle in einem Boot  - mit uns

mehr lesen 5 Kommentare

Egal - was steckt in ihm ???

Grob's Vigor EGAL war vor einigen Jahren die große Überraschung auf der Nachzuchtschau von Swissgenetics. Weil mir sein Profil irgendwie gefallen hat, habe ich einige Portionen Sperma von ihm bestellt. Die Trächtigkeitsrate war sehr gut und die Ausbeute an Kuhkälbern lag bei 100 Prozent. Wenig später ist Egal in der Milchleistung stark abgefallen. In der Schweiz liegt er noch bei +293 kgM   in D sind es nur noch +14 kgM. Nun gut dachte ich mir, Export gibt es ja auch noch! Mittlerweile kommen die Egals zum besamen und sie sind mit Abstand die schönsten Rinder in der Box. Die Oberlinie ist super, die Tiere sind sehr fein und was mir besonders auffällt, enorm ausbalanciert. Richtige Größe, richtige Breite - einfach  rundum harmonisch im Erscheinungsbild. Mich würde jetzt interessieren, wo kommen diese Qualitäten her und sind sie am Ende doch zu schade für den Export? Vielleicht hat da draußen jemand Erfahrung und Wissen über Egal, dass er gerne mit uns teilen möchte.

mehr lesen 10 Kommentare

JB´s Züchterstammtisch

Der zweite Züchterstammtisch von Josef Berchtold fand gestern beim >>Babel<< in Wald statt.  Hier eine kurze Zusammenfassung.

 

mehr lesen 27 Kommentare

Der Gesamtzuchtwert, die eierlegende Wollmilchsau! Geht das?

Die deutsch-österreichische Braunviehpopulation wird ab April 2016 einen neue gewichteten Gesamtzuchtwert erhalten. Wie dieser dann gewichtet werden soll, sollte heute in Betzigau mit der Züchterbasis diskutiert werden.

mehr lesen 16 Kommentare

Bullenselektion à la  Zuechterblog.com

Als Eigenbestandsbesamer müssen wir alle drei Monate den Spermabehälter neu auffüllen, ein anspruchsvoller und folgenschwerer Schritt wie für jeden anderen Züchter auch. Jeder der Interesse daran hat, kann mir dabei jetzt über die Schulter schauen. Nachmachen auf eigene Gefahr!

mehr lesen 11 Kommentare

Zuchtwertschätzung Dezember 2015

Liebe Zuechterblog-Freunde oder sonst einfach nur Neugierige,

 

die Zuchtwertschätzung ist aktualisiert worden. Ich möchte mir an dieser Stelle eine Bullenempfehlung nicht anmaßen, dies überlasse ich gerne anderen. Was mich aber interessieren würde, wären Eure Meinungen und Erfahrungen. Daraus werde ich, wenn ich ausreichend Rückmeldung erhalte, eine Liste Eurer Favoriten zusammenstellen.  Also welche Bullen werdet ihr in den kommenden 4 Monaten einsetzen und warum? Ich freue mich auf Eure Anregungen!

 

Wer keinen Kommentar hier abgeben möchte, gerne auch per Mail:

 

unter info@agrarschreiber.de

 

 

mehr lesen 26 Kommentare

Lausanne aktuell 

Lausanne am Genfer See heißt es, sei das Madison Europas! Doris Buhl aus Sonthofen hat uns mit einigen tollen Bildern und dazugehörenden Informationen, live aus Lausanne versorgt.

 

Danke Doris!

mehr lesen 4 Kommentare

Bullenreport: Anselm

Anibal x Sinai x President x Brost x Vinos x Zelad x Autsowik x NORVICUS
so lautet das fehlerfreie Pedigree des genomischen Jungvererbers Anselm. Anselms Mutter ist die Halbschwester des Top-Vererbers Harley. Besonders macht ihn aber die Tatsache, dass er frei von Huray-Blut ist.

Hier das Portrait eines jungen Bullen mit Potential.  (Das Foto zeigt Bounty 10 Tage nach der Kalbung mit leichtem Euterödem und damit nicht perfekt).

mehr lesen 8 Kommentare

Die Senftube!

Auf meinen letzten Kommentar wurde mir eine interessante Frage gestellt: >>Warum musst Du zu allem deinen Senf dazugeben?<<. Diese Frage ist sicherlich berechtig? Aber ich habe darauf eine Gegenfrage: >>Warum muss die Allgäuer Zeitung, das Landwirtschaftliche Wochenblatt, Rinderzucht Braunvieh, die Zeit, die SZ, der Spiegel usw. usw. ihren Senf zu allem was in dieser Welt passiert, dazu geben?<<. Die Antwort ist wunderbar: Wir leben in einem Land wo die Meinungsfreiheit ganz hoch angesiedelt ist. Leider wurde die Meinungsfreiheit in weiten Teilen komplett institutionalisiert. Was in der Zeitung steht oder im TV läuft ist richtig und wir haben das zu glauben. Was nicht drin steht,  ist erst gar nicht passiert. Die Silvesternacht in Köln ist dafür ein sehr trauriges Beispiel.

Vieles was hier auf Zuechterblog.com  zu lesen ist, wird wahrscheinlich nirgendwo sonst thematisiert. Aus welchen Gründen auch immer? Der Unterschied zu anderen Medien ist aber deutlich, denn  jeder Blogartikel kann kommentiert werden. Dieser Kommentar beeinflusst die Meinungsbildung auf diesem Blog unzensiert (solange niemand beleidigt oder diffamiert wird) und zeitnah. Ich finde das sehr fair und irgendwie wunderbar!

1 Kommentare

Es rührt sich was in mir!

Liebe Leser,

 

der Jahreswechsel ist immer ein Zeitpunkt zum Innehalten. Die Kanzlerin spricht zu uns, Horoskope haben Hochkonjunktur und doch weiß keiner was die Zukunft bringen wird. Ich möchte mich an dieser Stelle mit einem Video (https://www.youtube.com/watch?v=x2Cf-3YwTHc) von Euch verabschieden. Den Text finde ich sehr motivierend für meine Arbeit hier auf Zuechterblog.com. In diesem Sinne möchte ich mich bei allen Lesern, Freunden und auch Kritikern für die Aufmerksamkeit bedanken. Zuechterblog.com ist nichts Großes und es gibt auf dieser Welt weit größere Themen über die man schreiben könnte,  aber es macht mir einfach riesigen Spaß mir die Dinge, die mich rund um die Zucht bewegen, von der Seele zu schreiben. Wenn ich Euch damit ein wenige unterhalten und zum Nachdenken anregen konnte, freut mich das. Wünsche Euch allen in diesem Sinne ein gesundes neues Jahr und viel Glück in Haus, Hof und Stall.

 

Und vergesst bitte nicht das Video anzuklicken

 

https://www.youtube.com/watch?v=x2Cf-3YwTHc

 

Gerhard Metz

 

 

mehr lesen 1 Kommentare

Frohe Weihnachten

Genomics in der Diskussion

 

Der BV-Stammtisch gestern Abend in Wald brachte in der ersten Halbzeit eine Premiere zu Tage: Zum ersten Mal stellte ein hauptamtlicher Mitarbeiter einer Zuchtorganisation die Ergebnisse der genomischen Zuchtwertschätzung in Frage, und das massiv. Anpaarungsberater Tobias  Fischer von der Besamungsstation Greifenberg machte seinen Frust über „Stierenväter“ wie den „ genomischen Voice“ öffentlich.  Vielleicht kommt dadurch eine intensive Diskussion über „ Sinn und Unsinn“ sowie „Chancen und Risiken“ der genomischen Selektion in Gang. Zuchtwerte sind immer relativ und 65 Prozent Sicherheit sind 65 Prozent Sicherheit. Wer mehr hineininterpretiert als er erwarten kann, ist entweder geldgierig, leichtsinnig, leichtgläubig, naiv, höchst risikobereit oder einfach nur ahnungslos.

 

Es ist  ja nicht so, dass bei den Funktionären alle einer Meinung wären.  Im Jahresbericht der AHG 2015  schreibt der Zuchtleiter Birkenmeier zum Beispiel: „Besamen sie mit diesen Grundeinsatzstieren ! Je mehr desto besser-aber breit gestreut.“ Im gleichen Heft der Vermarkter Hans Steurer :  „Wer gut vermarkten will, der muss Stiere mit einer sehr hohen und sicheren Milchvererbung einsetzen.“ Wie jetzt?

Zuchterblog.com dankt Hans Geisenberger für diesen Gastkommentar.

 

2 Kommentare

Nach der Zuchtwertschätzung ist vor der Zuchtwertschätzung

Mit Spannung erwarte ich immer wieder die neue Zuchtwertschätzung. Davor wird kein Sperma bestellt, auch besonders gute Kühe übergehen wir manchmal bewusst. Begründung: Es könnte ja ein neuer Stern am Zuchtwerthimmel aufgehen! Wenn ich dann nach der Zuchtwertschätzung die Listen motiviert studiere kommt immer das Erwachen: Ich bin genau so schlau wie vorher!

Das ist aber nicht schlecht, es spiegelt vielmehr den Charakter der Zahlen wider. Nur über einen längeren Zeitraum betrachtet geben die Schätzergebnisse wirklich Auskunft über die Qualitäten eines Bullen.  Wenn ich innerhalb dieses Zeitraums noch Töchter auf Auktionen und Schauen mit eigenen Augen sehe und dieses Informationen dann mit den Zuchtwerten abgleiche, wird das Bild klarer. Damit dieses klare Bild entstehen kann fordert es aber Geduld und die Fähigkeit Informationen auszublenden. Hochglanzprospekte mit getürkten Bildern und Zeitschriften mit einer gewinnoptimierten Anzeigenstrategie machen uns dabei das Leben schwer.

0 Kommentare

Nachzuchtschau Swissgenetics

 

 

 

 

Generell:  Blooming und Genox Boy haben vor einem Jahr, selbst für Schweizer Verhältnisse, die Latte sehr hoch gelegt. Dieses extrem hohe Niveau konnten  heuer Anibal und Co nicht erreichen.

 

Die einzelnen Gruppen waren fast durchwegs nicht so ausgeglichen, wie vielleicht erwartet.

 

Zu den einzelnen Stieren:

 

NORWIN: etwas schmalere Tiere, die 114 in der Oberlinie hat er für mich nicht gezeigt

 

ANIBAL:  wirtschaftliche Kühe, die Breite  war weniger als erwartet. Der eigentliche Schwachpunkt war aber der z.T. eingefallene Mastdarm seiner Töchter. Mascot und Jetway lassen grüßen!

 

VILENO: der Eutersitz ließ gelegentlich zu wünschen übrig

 

CALVIN: sehr breite Tiere, Milchleistungsentwicklung bei den nächsten Schätzungen entscheidend.

 

VIDAL:   Die Überraschung. War die ausgeglichendste Gruppe. Super

 

Euter! Zum „Einbremsen" in der Größe sehr gut geeignet. 

   

 

Zusammenfassung: Trotz mancher Schwächen, mit der Genetik  der obigen Stiere setzt man sicher in puncto Exterieur und Euter mit auf das Beste in der Braunviehzucht.  

 

Wir danken Hans Geisenberger aus Sachsenried für diesen Beitrag.

 

8 Kommentare

Huray-Sohn Harley im Film

Imagefilm

mehr lesen

Nachzuchtschau Buchloe: Vanpari

Die Vanpari-Nachzucht ist die Letzte von drei Nachzuchten die in Buchloe ausgestellt wurden und an dieser Stelle beschrieben wird. Wahrscheinlich war die Vanpari-Nachzucht die Ehrlichste von allen Dreien. Die sechs ausgestellten Töchter haben nicht nur die Stärken ihres Vaters, sondern auch seine Schwächen widergespiegelt.

mehr lesen 2 Kommentare

Nachzuchtschau Buchloe: Vassli

Vassli war wie Harley schon als genomischer Jungvererber ein Top-Seller. Mittlerweile hat er fast 300 Töchter in Milch. Sein Besitzer, die Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) präsentierte in Buchloe eine 6-köpfige Töchtersammlung.

Zu sehen bekamen die Besucher große, lange und kräftige Kühe mit viel Styl, einem feinen Knochenbau und Eutern die die Erwartungen übertrafen.

mehr lesen 1 Kommentare

Kuh bei der Arbeit

Für alle Freunde von Kühen bei der Arbeit:

Diese Etpat-Tochter hat kürzlich zum 5.-mal gekalbt. Sie ist am 3.3.2009 (Alter 6 Jahre) geboren. Ihre Höchstleistung erbrachte sie in der vierten Laktation. Mit 11.067 bei 3,93% Fett 3,69% Eiweiß ist diese ganz in Ordnung. Und jetzt will sie gemolken werden!

2 Kommentare

Nachzuchtschau Buchloe: Harley

Harley war einer der Top-Seller als genomischer Jungvererber. Mittlerweile hat er fast 300 Töchter in Milch. Sein Besitzer, die Besamungsstation Greifenberg, präsentierte in Buchloe eine 6-köpfige Töchtersammlung.

Stabile , hochleistende Jungkühe mit überraschend guten Eutern. Fundamentvererbung muss beachtet werden.

mehr lesen 0 Kommentare

Ein großer Schritt für die Funktionäre ein kleiner für das Braunvieh

Die neue Gewichtung des Gesamtzuchtwertes soll ein Bekenntnis zur Rasse Braunvieh darstellen, in Salzburg einigten sich heute die Arbeitsgemeinschaften   Österreichisches und Deutsches Braunvieh auf einen Kompromiss, den sich viele Praktiker bestimmt anders gewünscht hätten.

mehr lesen 1 Kommentare

Yellows Etpat-Tochter Yerome

Husvig Yellow wurde hier im Blog vor einer Woche vorgestellt. Mittlerweile hat ihre Tochter Yerome (V. Etpat) zum 4. Mal gekalbt. Wie versprochen hier ein kurzer Portrait mit Bildern und einem Video.

mehr lesen 3 Kommentare

Anibal - die Milch blitzt durch

Anibal ist ein wunderschöner Bulle. Wer dieses Video ansieht, stellt aber fest dass er nicht ganz einfarbig braun ist. In alten Zeiten war dies ein Indiz für Milchleistung, hoffe dass die Zuchtleitung das auch so sieht! ;) 

mehr lesen

Produkt aus Linienzucht

War heute auf der Weide und habe mit dem Handy meine älteste Kuh fotografiert. Zuhause habe ich dann festgestellt, dass es zu ihr eine interessante Geschichte gibt.

mehr lesen

Ruhe vor dem Sturm

Werte Leser, an diesem Wochenende fanden Sie an dieser Stelle keinen neuen Blog-Beitrag. Gönnen Sie uns die Ruhe vor dem Sturm. Ab November beginnt die Schausaison mit einigen Nachzuchtschauen und vielen Events rund um das Thema Zucht. Da gehen wir wieder in die Vollen!

Bio-Rasse Braunvieh (Teil 3)

Huxoy-Tochter auf der Jubiläumstierschau der BZG MOD
Huxoy-Tochter auf der Jubiläumstierschau der BZG MOD

Nach all der Theorie ist es heute endlich soweit, wir präsentieren eine kleine Kollektion der Bullen die sich auch unter biologischen Bedingungen hervorragend schlagen werden, aber natürlich auch sonst in jedem Stall. Gelistet nach Zuchtwert-Sicherheit.

mehr lesen 7 Kommentare

Bio-Bullen am Sonntag

Auf meiner Facebook-Seite habe ich es schon gepostet, am Sonntag stelle ich Ihnen Bullen vor die in puncto Leistung und Fitness die Anforderungen an die Biomilcherzeugung erfüllen. Die erste Auswertung zeigt, diese Bullen sind richtige Allrounder, die jeder Milchviehhalter und Braunviehzüchter  ohne Bedenken in seiner Herde einsetzen kann. Es werden nur töchtergeprüfte Bullen gelistet .

Bio-Rasse Braunvieh (Teil 2)

Bevor wir uns die Braunvieh-Bullen ansehen, welche eine solide >>Bio-Kuh<< züchten könnten, heute noch einige Überlegungen ob sich Braunvieh im Allgemeinen überhaupt noch als Bio-Rasse definieren kann.

mehr lesen 8 Kommentare

Dynasty Viabona

Dynasty Viabona von Hans Geisenberger aus Sachsenried, holte sich 2012 als Drittkalbskuh den Bundeseuterchampion-Titel auf der deutschen Braunviehschau in Buchloe. Wir trafen Sie auf der Herbstweide kurz vor ihrem 7. Kalb.

mehr lesen 11 Kommentare

Bio-Rasse Braunvieh? (Teil 1)

Bio-Lebensmittel erleben aktuell einen Boom. Viele Viehhalter spielen deshalb mit dem Gedanken ihre Milcherzeugung auf Bio umzustellen. Doch die Hürden sind hoch! Uns als Züchter stellt sich die Frage, passt Hochleistungszucht und biologische Milcherzeugung überhaupt zusammen? Welche Voraussetzungen muss die Bio-Kuh mitbringen?

100.000-Literkuh Vater Huvic Zü: Fischer Hubert (Gutenberg)

mehr lesen 1 Kommentare

Hacker - nicht von schlechten Eltern

Hacker von der RBG Memmingen hält sich seit seinem Debüt wacker in der Leistungsspitze. An dieser Stelle möchte ich Euch das wohl einzige Foto seiner Mutter Konni vorstellen.

mehr lesen

Top Angebot?

>>Auch nach der Zuchtwertschätzung ist festzuhalten, dass die Qualität der Swissgenetics-Stiere überragend bleibt. Das Angebot ist in der Spitze und in der Breite qualitativ hoch<<. So stand es in der aktuellen Toro-Ausgabe von SG im September geschrieben. Trifft das zu?


 

mehr lesen 3 Kommentare

AG Vanpari-Video

mehr lesen

Variant: Underdog unter den Vasir-Söhnen

Variant-Tochter , Gomm Sulzberg
Variant-Tochter , Gomm Sulzberg
mehr lesen 0 Kommentare

Prejula: Mr. Zuverlässig

mehr lesen

Wer wir sind

Zucht ist unserer Leidenschaft - schreiben unsere Passion.

Dieser Blog verbindet beides und hält Sie bei allen wichtigen züchterischen Fragen rund um die Braunviehzucht auf dem Laufenden.

 

Was wir leisten

Die meisten Zuchtzeitschriften können die Dinge nicht beim Namen nennen, weil sie am Tropf ihrer Anzeigenkunden hängen. Abhängige Journalisten  sind, ein Übel dieser Zeit!  Wir versuchen es besser zu machen.

Kontakt

Wir freuen uns über Ihre Themenvorschläge, Anregungen und natürlich auch Ihre Kritik!

info@agrarschreiber.de



Das Leben ist zu kurz um schlechte Kühe zu melken!



150.000  Euro und ein paar Zerquetschte  wurden kürzlich auf einer Auktion für einen genomisch getesteten Bullen bezahlt. Als ich das gelesen hatte, kamen mir spontan mehrere Gedanken in den Sinn von "ja sind die denn total blöd" bis "ja sind die den total blöd". Dieses Urteil musste ich als kultivierter Zeitgenosse mit besten Kontakten zur Zuchtscene natürlich sofort refidieren und kann es auch an dieser Stelle nicht so stehen lassen.


Jede Besamungsstation ist ein Unternehmen, das Geld verdienen muss um am Markt bestehen zu können. Dafür benötigt es gute Produkte oder muss ein guter Dienstleister sein. Bis hierher kann das wohl jeder unterschreiben.


Das Produkt einer Besamungsstation ist ein Röhrchen mit einem flüssigen Inhalt namens Sperma. Den Spender hat sie selbst nicht gezüchtet, da sie in der Regel selbst keine Kühe besitzt. Im Prinzip sind die meisten Besamungsstationen Dienstleister für ihre Mitglieder. 


Die Qualität des Produktes Sperma definiert sich eigentlich durch die Qualität der Nachkommen  welche nach der Paarung mit einer oder mehreren Kühen  entstehen.  Gute Nachkommen, guter Bulle. Schlechte Nachkommen, schlechter Bulle! Eigentlich ganz einfach. Nun hat natürlich eine Besamungsstation das Problem dass sie beim Kauf des Bullen noch keine Nachkommen gesehen hat, weil er meist noch keine hat. Sie muss also auf Informationen zurückgreifen welch die Chancen auf gute Nachkommen erhöhen. Früher hat man sich dafür den Bullen angeschaut, die Mutter und die Familie dahinter. Dafür müssten die Käufer sich auf den Weg machen und im Stall nach Genetik wühlen. Der mit dem meisten Sachverstand und einer gehörigen Portion Glück hatte die besten Bullen. Offenbar wurde dieser Erfolg allerdings oft erst viele Jahre später wenn die Bauern mit den Töchtern des Bullen so zufrieden waren, dass sie noch mehr von ihm wollten. Nun begann sich die Investition welche vor langer Zeit getätigt wurde zu amortisieren und sogar Gewinn für das Unternehmen abzuwerfen. Gut für die Bauern die mit dem Bullen gearbeitet hatten, gut für die Besamungsstation die Sperma von ihm verkaufte. Alle waren glücklich!


Heute ist das Prinzip immer noch gleich, nur der Ablauf ist ein anderer. Eine Hand voll Menschen hat das Genom des Rindes entschlüsselt und nun meinte eine Hand voll anderer Menschen daraus die genetischen Qualitäten in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit eines Tieres schon kurz nach dessen Geburt per Blut oder Gewebeuntersuchung klar definieren zu können. Die genomische Selektion sollte die Zucht revolutionieren! Worauf mann früher viele Jahre warten musste konnte nun alle vier Wochen in wenigen Minuten untersucht und mit einem extrem schlauen Computerprogramm entwickelt von extrem schlauen bestens gekleideten und nicht nach Stall riechenden Leuten berechnet werden. Wohlgemerkt berechnet!!!!


Das führt nun dazu dass Leute die sich im Zahlenraum von 100 bis 160 sicher bewegen können auf Auktionen fahren und Bullen mit hohen genomischen Zahlen kaufen. Dabei ist positiv anzumerken, dass es gut ist wenn es für solch "gute" Tiere einen freien Markt überhaupt gibt. Die meisten Bauern in Deutschland werden  von ihren eigens gegründeten und mittlerweile monopolistisch auftretenden Organisationen so geknebelt, dass dem Herrn Mundt vom Bundeskartellamt, wenn er darüber informiert wäre, längst das Kotzen hätte kommen müssen. 


Zurück zu unserem freien Markt wo die Leute welche sich sicher im Zahlenraum von 100 bis 160 bewegen die "guten" Bullen mit den hohen Zahlen kaufen. Wenn als die hohe Zahl des genomischen Zuchtwerte die Qualität des Bullen definiert, dann entscheidet über den zukünftigen Besitz allein die Größe des Geldbeutels. Für mich als Braunviehzüchter, den genomische Zuchtwerte Null interessieren und der weder die Kuhfamilie kennt noch den Wunderbullen gesehen hat ist es schwer darüber zu Urteilen ob es Sinn macht für einen Bullen 150.000 Euro zu bezahlen. Was ich aber weiß ist das dass es schon genug Bullen in näherer Geschichte gegeben hat, die ihre genomischen Zuchtwerte bei weitem nicht bestätigt haben und massiv unterpunkteten. Ich denke das wissen auch die Käufer des Bullen, trotzdem kauften sie dieses rot-weiß gescheckte Individuum  für ein kleines Vermögen. Warum nur? 


Einige Antworten habe ich mir zusammengereimt:


1. Sie geben  nicht ihr eigenes Geld dafür aus, sondern das der Bauern


2. Sie haften nicht dafür wenn der Kauf in die Hosen geht


3. Sie gehen weitblickend davon aus, dass innerhalb der nächsten  4 Jahre soviele Portionen Sperma ihres Wunderbullen verkauft werden, dass der Kauf amortisiert ist bevor die erste Tochter des Bullen überhaupt kalbt.


4. Sie rechnen dabei fest mit der Einfalt der Bauern, welche das alleinige Risiko bereitwillig tragen und gegebenenfalls auch hohe "Qualitätsaufschläge" in Kauf nehmen. 


Daher sind sind die Käufer des Bullen und diejenigen die bis 150.000 Euro mitgesteigert haben  keinesfalls total blöd wie anfangs spontan vermutet. Nein, sie sind einfach nur skrupellose Geschäftsläute die sich ihrer Rendite absolut sicher sind, weil das Risiko bereitwillig andere für sie übernehmen. 


Aber muss das sein?









KOMMENTAR von Werner Albrecht:


Warum hast du den Samen nicht verschenkt? Ich hätte ihn gerne genommen. Grüße Werner 

Kommentar Werner Albrecht: 


Warum hast du den Samen nicht verschenkt? Ich hätte ihn gerne genommen. Grüße Werner